Deutliche Worte: Kehl reagiert auf HSV-Interesse
Von Fabian Küpper

Das Aus von Stefan Kuntz beim HSV kam zunächst überraschend, doch je mehr Details an s Licht kamen, desto deutlicher wurde: Der Hamburger SV hatte gar keine andere Wahl, als sich vom 63-Jährigen zu trennen.
Und auch, wenn der Vorstand der Rothosen betont, bei der Suche nach einem Nachfolger nicht unter Zeitdruck zu stehen, so sollte man sich bei der Frage nach einem Kuntz-Erben nicht zu viel Zeit lassen.
Klarer Wunschkandidat des Aufsteigers ist dabei Sebastian Kehl. Der 45-Jährige ist aktuell Sportdirektor bei Borussia Dortmund, würde vom BVB aber keine Steine in den Weg gelegt bekommen, wenn der HSV wirklich ernst machen sollte. Jetzt hat Kehl erstmals selbst Stellung bezogen.
Kehl mit klaren Worten
"Mein Fokus liegt ausschließlich auf dieser Transferzeit, auf den Themen, die wir hier zu bearbeiten haben."
- Sebastian Kehl (Sky Sport)
Am Rande des Spiels zwischen Dortmund dem FC St. Pauli erklärte er: "Also, erstmal generell: Ich glaube, ich muss nicht betonen, was dieser Klub hier für mich bedeutet, ich bin seit über 24 Jahren hier. Mein Fokus liegt ausschließlich auf dieser Transferzeit, auf den Themen, die wir hier zu bearbeiten haben", erklärte er bei Sky Sport. Daher habe er gar keine anderen Gedanken im Moment, "als mich auf das hier zu konzentrieren".
Überhaupt wirkte der 45-Jährige bei diesem Thema ungewohnt schmallippig und kurz angebunden. Er habe im Moment "ehrlich gesagt keine anderen Themen. Und wenn ich noch etwas dazu beisteuern kann: Ich habe mir für dieses Jahr etwas vorgenommen. Gerüchte um meine Person nicht weiter zu kommentieren", erklärte Kehl und fügte säuerlich an: "Vielleicht versuchen wir, das nicht schon am 17. Januar zu brechen."
Eindeutiges Treuebekenntnis – oder?
Als Reporter Max Zielke mehrmals nachfragte, ob er sich einen Wechsel zum HSV vorstellen könnte und ob er einen Wechsel im Winter oder Sommer ausschließen könnte, antwortete Kehl nur: "Ich glaube, ich habe es gerade formuliert. (...) Ich habe hier Spaß an dieser Aufgabe und bin mit dem Kopf und mit dem Fokus bei Borussia Dortmund."
Ein eindeutiges Treuebekenntnis von Kehl also in Richtung der Schwarz-Gelben – oder doch alles nur Kalkül? Die nächsten Wochen werden zeigen, wie viel an den Worten des Sportdirektors wirklich dran ist.
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