Deutliche Worte: Anton nach 3:3 gegen Frankfurt angefressen
Von Fabian Küpper

Es war Werbung für die Bundesliga, was Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund beim spektakulären 3:3 am Freitagabend boten. Führungswechsel, zwei Tore in der Nachspielzeit, das erste Tor von Younes Ebnoutalib – die Liste ließe sich noch lange weiterführen.
Einer war mit dem Unenetschieden und der Torflut jedoch gar nicht einverstanden: Waldemar Anton. Der BVB-Verteidiger legte nach dem Spiel in der Mixed Zone den Finger in die Wunde – und fand deutliche Worte.
Nachlässigkeiten ärgern Anton
Insbesondere der zweite Gegentreffer durch Ebnoutalib nervte den 29-Jährigen. "Das zweite Tor war sehr vermeidbar. Wenn ein Stürmer so viel Platz hat, kann man das immer besser verteidigen", betonte Anton. Dass der BVB sich nach dem erneuten Führungstreffer von Felix Nmecha nur drei Minuten zuvor so überrumpeln ließ, passt eigentlich nicht ins Bild des BVB, der zuvor nur zwölf Tore in der Liga kassiert hatte. "Nach unseren Treffern haben wir ein paar Prozente weniger gemacht, das funktioniert nicht", monierte Anton und nahm damit auch die Teamkollegen in die Pflicht.
Auch Serhou Guirassy bekam sein Fett weg. Der 29-Jährige, seit Wochen im Formtief, verschuldete den Elfmeter, der die Eintracht zwölf Minuten nach dem Führungstreffer von Maxi Beier zurück ins Spiel brachte. "Er weiß selbst, dass er so nicht hingehen darf", kritisierte Anton den Stürmer, der den Ball wegschlagen wollte, dabei aber nur Robin Koch traf.
Offensive Ungenauigkeiten und Comeback-Qaulitäten
Auch die Genauigkeit im Offensivspiel bemängelte der Nationalspieler. Während die Eintracht laut Anton "sehr effizient" agierte, ließ der BVB "einige Möglichkeiten" aus. Insbesondere die vielen ungenauen Flanken in die Arme von Keeper Kaua Santos frustrierten den Innenverteidiger. "Da müssen wir präziser werden", forderte er.
Es gab jedoch auch positive Worte. Dortmund bewies trotz des Rückstands in der Nachspielzeit erneut Moral und glich durch Carney Chukwuemeka noch einmal aus. "Das ist eine Qualität, die bei uns aktuell drin ist", freute sich der Nationalspieler.
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