Desolate Eintracht-Defensive: Abwehrchef wird angezählt

Die Eintracht-Defensive präsentiert sich weiterhin gruselig. Kapitän und Abwehrchef Robin Koch gerät immer mehr in den Fokus der Kritik.
Robin Koch im Einsatz gegen Deniz Undav
Robin Koch im Einsatz gegen Deniz Undav / DeFodi Images/GettyImages
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Und täglich grüßt das Drei-Gegentore-Murmeltiert. Auch bei der Heimpleite gegen die TSG Hoffenheim musste Eintracht Frankfurt dreimal die Kugel aus dem eigenen Netz fischen. In allen fünf Pflichtspielen 2026 setzte es nun haargenau drei Gegentore. Die SGE-Defensive präsentiert sich desolat!

Nur der Tabellenletzte Heidenheim hat in der laufenden Bundesliga-Saison so viele Gegentreffer kassiert wie die Eintracht - 42 nach 19 Spielen (im Schnitt über 2,2 pro Partie)!

Hinsichtlich dieser Flut an Gegentoren stehen natürlich alle Spieler in der Pflicht. Ein besonderer Fokus liegt aber auf Robin Koch. Der Nationalspieler sollte die Abwehr festigen und als Führungsspieler vorweggehen, wirkt zurzeit aber selbst sehr unsicher und kann nur in einzelnen Fällen mit guten Aktionen überzeugen.

" Die Formkrise bei Kapitän Robin Koch hält schon seit Monaten an."

Trainerlegende Friedhelm Funke (Sport1)

Anzahl ein Eintracht-Gegentoren ist "Wahnsinn"

Im 'Doppelpass' von Sport1 sprach Friedhelm Funkel ein auffälliges Problem der SGE an: "Nennt mir mal einen Führungsspieler bei Eintracht Frankfurt. Wer stemmt sich auf dem Platz gegen eine Niederlage?" Eine Rolle, die Koch eigentlich übernehmen müsste. Doch auch er selbst wurde kritisiert: "Die Formkrise bei Kapitän Robin Koch hält schon seit Monaten an."

Die schiere Anzahl an Gegentoren sei "Wahnsinn", so Funkel weiter. Das theoretisch so wichtige "Verhältnis zwischen Defensive und Offensive" sei mittlerweile "nicht mehr vorhanden". Sein Fazit: "In den nächsten Wochen muss die Defensive stark verbessert werden. Die Spieler stehen nicht bei ihren Leuten. Immer wieder bekommen sie einfache Gegentore nach Flanken. Daran muss man arbeiten. Da muss man als Trainer mit den Führungsspielern ernsthafte Gespräche führen."

Eintracht Frankfurt v FC Augsburg - Bundesliga
Koch selbst kann die SGE-Defensive zurzeit nicht anführen / Kadir Caliskan/GettyImages

Koch steht nun umso mehr in der Verantwortung, so der Tenor - in den auch Lothar Matthäus mit einstimmte. Die vermeintliche Ausrede, die Eintracht habe eine (zu) junge Mannschaft, wollte er keineswegs gelten lassen. "Die Jungs haben Erfahrung, auch internationale Erfahrung. Deswegen muss sich da die Mannschaft schon auch an die eigene Nase fassen, bevor es ein neuer Trainer wieder richten muss", so die Kritik des Sky-Experten.

Selbstverständlich ist dahingehend nicht nur, aber eben auch Koch gefragt. Der 29-Jährige müsste eigentlich der Anker der Abwehr sein, müsste mit Leistungen und seinem Status als Führungsspieler seine Mitspieler anführen. "Der Druck wird auf jeden Einzelnen höher. Wenn du immer wieder einen Rückschlag bekommst, ist das nicht einfach. Aber dem muss sich jeder stellen", kommentierte der 15-fache Nationalspieler die aktuelle Situation (via Bild).


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