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Kurioser Hintergrund: Deshalb verpasst Werder-Star Puertas die WM

Ein Kennzeichen sorgt dafür, dass Cameron Puertas nicht zur Weltmeisterschaft fahren wird.
Cameron Puertas
Cameron Puertas | picture alliance/GettyImages

Liebend gerne wäre Cameron Puertas mit der Schweiz zur Weltmeisterschaft in die USA gefahren. Für dieses Ziel konnte sich der 27-jährige Mittelfeldspieler zuletzt auch wieder mit deutlich mehr Spielzeit empfehlen, weil Daniel Thioune bei Werder Bremen auf ihn setzt. Fünf Startelf-Einsätze in Folge bei zugleich nur einer zwischenzeitlichen Auswechslung sprechen eine klare Sprache.

Trotzdem wird ihm dieser Traum in diesem Jahr verwehrt bleiben – und das aus einem sehr kuriosen Grund, der mit seinen Einsatzzeiten oder auch Leistungen überhaupt nichts zu tun hat.

Ein Kennzeichen verhindert Puertas' WM-Teilnahme

Der ebenso banale, aber doch verrückte Grund: Puertas darf frühestens zu 2029 eingebürgert werden. Bis dahin gilt eine zehnjährige Wartefrist, die bei ihm 2019 angelaufen ist, weil er laut dem SRF das Autokennzeichen seiner Mutter für sein eigenes Auto verwendet hatte. Dafür erhielt der Werder-Star einen Eintrag im Strafregister, was in der Wartefrist mündete. Dass er zwei Jahre zuvor bereits seinen Führerschein verloren hatte, dann aber einen Tag vor Ablauf der Frist auf einem Roller erwischt wurde, dürfte dabei kaum geholfen haben.

Dementsprechend könnte Puertas erst zu 2029 eingebürgert werden und für die Nationalmannschaft auflaufen. "Es ist keine Information, über die ich mich gefreut habe. Und so ist natürlich auch der Traum von einer WM-Teilnahme für die Schweiz jetzt in weite Ferne gerückt", erklärte er (via Bild).

Doch anstatt den WM-Traum gänzlich abzuhaken, blickt er schon jetzt einige Jahre voraus: "Er ist aber nicht komplett geplatzt. Ich kann es sowieso nicht ändern und sehe es als Teil meiner Geschichte. Ich hoffe, 2029 weiterhin fit genug zu sein, um dann noch die Chance zu haben, für die Schweiz an der WM 2030 teilzunehmen."

Die Frage, ob Puertas dann noch immer in Bremen spielt, lässt sich jetzt natürlich noch nicht beantworten. Ohnehin ist er zunächst nur bis zum Sommer von Al-Qadsiah in Saudi-Arabien ausgeliehen. Wie steht es für ihn um einen Verbleib? "Für mich ist das vorstellbar. Ich mag den Verein, die Leute. Ich fühle mich hier wirklich wohl. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, bin ich dafür offen."

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