Es war ein Punkt der Moral, den sich der 1. FC Köln am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt erkämpfte. Nach 0:2-Rückstand kamen die Domstädter nochmal zurück und schafften noch das Unentschieden – und sorgten damit zumindest in Teilen für ein erfolgreiches Debüt von Trainer Rene Wagner.
Der 37-Jährige, der die Nachfolge von Lukas Kwasniok angetreten hatte, hat den Effzeh wieder angezündet. Die Hoffnung ist zurück am Geißbockheim. Das zeigt auch die Art und Weise, wie die Spieler vom neuen Trainer schwärmen.
Wagner kommt an
"Er macht einfach den Nahbaren", sagte Kapitän Marvin Schwäbe nach dem Spiel gegen Frankfurt über Wagner und ergänzte: "Wir wissen, was er für ein Typ ist. Er hat eine gute Kommunikation gefunden. Er weiß genau, was wir brauchen. Es passt einfach aktuell."
Die Stimmung ist also trotz der prekären Lage sehr gut. Die Art von Wagner kommt bei den Spielern an, sie stehen – anders als noch unter Kwasniok – komplett hinter dem Trainer. Dabei hilft auch, dass er im Gegensatz zu seinem Vorgänger eher ruhig und fokussiert ist und nicht ausschweifend über seine Spieler spricht.
Mit Ruhe und Gelassenheit zum Erfolg?
Diese Ruhe strahlt er auch an der Seitenlinie aus. "Ich tue der Mannschaft keinen Gefallen, draußen zu viele Emotionen zu zeigen", sagte Wagner nach dem Frankfurt-Spiel. Er ist also in vielerlei Hinsicht der komplette gegenpart zu Kwasniok – und gerade deshalb könnte es am Ende funktionieren.
In der aktuellen Situation braucht Köln einen Trainer, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt, immer fokussiert arbeitet und sich dem Rückhalt der ganzen Mannschaft sicher sein kann. Kwasniok hatte all das nicht mehr. Wagner hingegen schon. Mal sehen, ob er das gegen Werder Bremen am Sonntag auch in einen Sieg ummünzen kann.
