Der Name Jaka Cuber Potocnik ist am Geißbockheim untrennbar mit einem der schwärzesten Kapitel der jüngeren Vereinsgeschichte verbunden. Der Wechsel des slowenischen Sturm-Talents im Januar 2022 sorgte für einen beispiellosen FIFA-Rechtsstreit, der dem 1. FC Köln letztlich eine existenzbedrohende einjährige Transfersperre einbrachte. Trotz dieses enormen historischen Rucksacks ist man in Köln von den fußballerischen Qualitäten des 21-Jährigen weiterhin absolut überzeugt.
Das große Ziel der FC-Verantwortlichen bleibt es, Potocnik dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Dafür soll sein aktuell bis Sommer 2027 datierter Vertrag in Kürze langfristig verlängert werden. Da das Niveau im Oberhaus für den Youngster jedoch noch zu früh kommt, ist für die anstehende Saison ein weiteres Leihgeschäft fest eingeplant. Nur die Destination scheint derzeit noch völlig offen.
Die Muskel-Problematik in Essen
In der abgelaufenen Saison lief Potocnik auf Leihbasis für den Drittligisten Rot-Weiss Essen auf. Unter Trainer Uwe Koschinat – der große Stücke auf das Talent hält: "Eigentlich weiß ganz Europa, welches Potenzial er besitzt" – erkämpfte er sich gegen Ende der Spielzeit zwar einen Stammplatz und lief in der verlorenen Aufstiegsrelegation gegen Greuther Fürth sogar in der Startelf auf, doch die Saisonbilanz weist einen entscheidenden Makel auf.
Potocnik wurde in Essen immer wieder von schweren muskulären Problemen zurückgeworfen. Bis zum 23. Spieltag verpasste er gleich 14 Partien aufgrund von Muskelverletzungen, darunter ein hartnäckiger Muskelbündelriss. Genau diese Krankenakte lässt die Kölner Verantwortlichen nun zögern.
Wie der Geissblog berichtet, hinterfragt man beim FC intern, ob die extreme Verletzungsanfälligkeit in Essen lediglich großes Pech war oder möglicherweise mit einer falschen Belastungssteuerung seitens des Drittligisten zusammenhing. Schließlich galt Potocnik in seiner Zeit im Kölner Nachwuchsbereich als äußerst robuster Spieler, der selten ausfiel.
Der FC sucht nach der perfekten Lösung
Aufgrund der turbulenten Vorgeschichte rund um die Transfersperre spüren die Kölner Verantwortlichen eine besondere Fürsorgepflicht für den jungen Slowenen. Ein Verkauf des U21-Nationalspielers, der in der abgelaufenen Drittliga-Saison auf vier Tore und zwei Vorlagen kam, ist kategorisch ausgeschlossen.
Die Priorität liegt nun darauf, den perfekten Verein zu finden, bei dem Potocnik das Momentum aus dem Saisonendspurt mitnehmen und vor allem dauerhaft fit bleiben kann. Zwar signalisierte RWE bereits großes Interesse an einer Fortsetzung der Leihe, doch angesichts der Kölner Bedenken scheinen auch andere Optionen attraktiv.
Sowohl Klubs aus der 2. Bundesliga als auch Stationen im europäischen Ausland sollen Interesse an einer Verpflichtung des 1,89 Meter großen Mittelstürmers bekundet haben. Der kommende Schritt wird für Potocniks Mission Bundesliga-Durchbruch von entscheidender Bedeutung sein.
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