Die aktuelle Saison beinhaltet für Borussia Mönchengladbach mehr Leid als Freud, mehr Enttäuschungen als Highlights. Nicht umsonst geht es für die Fohlenelf lediglich um den Klassenerhalt, der innerhalb der vergangenen Wochen wieder wahrscheinlicher geworden zu sein scheint.
Einer der wenigen Lichtblicke ist Kevin Diks. Der 29-jährige Abwehrspieler gehört zu den wenigen Borussia-Akteuren, die zumindest einigermaßen beständig abliefern und positive Leistungen zeigen. Nicht umsonst hat er, abseits des allerersten Spieltages in dieser Saison, in der Bundesliga in jedem weiteren Spiel, für das er zur Verfügung stand, auch aus der Startelf heraus aufgespielt – und zumeist auch über die vollen 90 Minuten.
Diks übernimmt wichtige Verantwortung – großes Lob von Polanski
Die Bild bezeichnet Diks angesichts seiner Rolle in der Fohlenelf als eigentlichen Chef unter Eugen Polanski. Tim Kleindienst als Kapitän fehlt, Rocco Reitz scheint mehr mit seinen Leistungen und seinem Wechsel beschäftigt zu sein und Nico Elvedi ist – wie der Coach selbst schon sagte – kein Lautsprecher. Das macht Diks für ihn umso wichtiger.
"Wenn Kevin etwas sagt, dann hat das immer Gewicht und alle hören ihm zu. Er kann sehr laut sein im Training, weil er von sich und den Mitspielern extrem viel verlangt", lobte Polanski ihn für diese Rolle. "Wenn ein Kollege einen guten Pass spielt, dann greift er manchmal ein, weil er einen sehr guten Pass fordert. Er hat tatsächlich jetzt schon dieses Trainer-Gen in sich."
Ein Schlüsselmoment, der auch das Verantwortungsbewusstsein von Diks zeigt: Beim Heimspiel gegen Union Berlin bekommt die Borussia beim Stand von 0:0 einen Elfmeter in der Nachspielzeit. Eine enorme Drucksituation und undankbare Situation für jeden Schützen – in einer auch noch angespannteren Lage in der Tabelle. Doch der Abwehrspieler nimmt sich den Ball, trifft und sorgt damit für den sehr wichtigen 1:0-Heimsieg. Eine Szene, die weitaus mehr Aussagekraft hatte, als bloß den Siegtreffer.
