Mohamed Salah hat in seinen neun Jahren für den FC Liverpool alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt und dabei unzählige Rekorde aufgestellt. Eins war ihm bis dato allerdings noch nicht "gelungen": Ein Spiel 90 Minuten lang von der Bank zu verfolgen.
Doch gegen Paris Saint-Germain passierte im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League genau das. Der Ägypter musste die komplette Spielzeit auf der Bank bleiben, statt seiner wechselte Trainer Arne Slot lieber Alexander Isak, Curtis Jones, Andy Robertson, Cody Gakpo und Trey Nyoni ein. Nach dem Spiel erklärte sich der Niederländer.
Liverpool wird dominiert
"Ich glaube, in der Schlussphase ging es für uns eher ums Überleben, als dass wir jemals eine Chance gehabt hätten, ein Tor zu erzielen. Aber ich denke, das waren 20 bis 25 Minuten, in denen wir nur verteidigt haben. Und Mo hat zwar so viele Qualitäten, aber wenn er 20 bis 25 Minuten lang in seinem eigenen Strafraum verteidigen muss, ist es besser, seine Energie für die kommenden Spiele zu sparen", erklärte Slot nach Abpfiff.
Angesichts der Dominanz von PSG wäre es zudem fraglich gewesen, ob Salah überhaupt einen Impact gehabt hätte. Nach Spielende hatten die Reds nur 26 Prozent Ballbesitz und gaben keinen einzigen Torschuss ab.
Letzte Hoffnung Anfield?
"Wir sollten glücklich sein, dass wir nur 0:2 verloren haben. PSG hatte viel mehr Chancen. Das erste Gegentor war bitter, weil es abgefälscht war. Aber danach hatten sie so viele Chancen. Es ist gut für uns, dass wir immer noch im Rennen sind. In Anfield - das wissen alle - kann unser Stadion den Unterschied für uns machen", meinte Slot bei TNT Sports.
Liverpool braucht also nächste Woche in Anfield ein mittelschweres Wunder, wenn man doch noch ins Champions-League-Halbfinale einziehen will. Eigentlich sind solche Momente wie gemacht für Salah – wenn er denn spielen darf...
