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Das wünscht sich BVB-Boss Watzke im Schlotterbeck-Poker

Nico Schlotterbeck steht international im Fokus und in Dortmund läuft der Poker im Hintergrund weiter. Hans-Joachim Watzke gab nun Einblicke und zeigte sich dabei vorsichtig optimistisch.
Watzke spricht über Schlotterbeck
Watzke spricht über Schlotterbeck | picture alliance/GettyImages

Auf dem internationalen Transfermarkt stehen aktuell nur wenige Verteidiger so unter Beobachtung wie Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund. Stark in den defensiven und mentalen Aufgabenbereichen, dazu oberste Klasse im Ballbesitz und im Spiel nach vorne. Genau dieses Profil macht ihn zu einem gefragten modernen Innenverteidiger, zumal sein Vertrag 2027 ausläuft.

Klar ist auch: Borussia Dortmund würde einen Spieler wie Schlotterbeck sportlich, strukturell und vom Ansehen her am liebsten langfristig halten. Für Sportdirektor Sebastian Kehl und Sport-Geschäftsführer Lars Ricken wird das aber eine anspruchsvolle Aufgabe.

Watzke sieht eine Möglichkeit

Hans-Joachim Watzke, der im November 2025 nach 20 Jahren in der Geschäftsführung zum neuen BVB-Präsidenten gewählt wurde, gab nun Einblicke hinter die Kulissen. "Letzte Woche komme ich in die Geschäftsstelle, dann sagen meine Mitarbeiter, der Nico Schlotterbeck ist da mit seinem Berater und mit Sebastian und mit Lars Ricken. Dann bin ich reingegangen, habe allen Hallo gesagt und bin wieder gegangen. Ich trenne das schon ein bisschen", erklärte der 66-Jährige offen.

Dabei machte er auch seine Haltung zu den Gesprächen deutlich: "Ich würde mir wünschen, dass es wirklich schnell geht. [...] natürlich würde ich mir wünschen, dass er bleibt. Ich bin auch, wie Niko schon vor ein paar Wochen gesagt hat, verhalten optimistisch."

Gerade mit Blick auf einen möglichen Abschied dürfte sich das BVB-Umfeld eine zügige Entscheidung wünschen. Schlotterbeck würde bei einem Wechsel ein gewaltiges Loch in die Statik der Mannschaft reißen, ein geeigneter Ersatz wäre alles andere als schnell gefunden.

So sieht er die Dortmunder-Saison

BVB scheitert dramatisch in Bergamo
BVB scheitert dramatisch in Bergamo | ALBERTO PIZZOLI/GettyImages

Für Borussia Dortmund geht es aktuell um keine Titel mehr. In der Bundesliga verlor man das Rennen deutlich gegen den FC Bayern München, im DFB-Pokal scheiterte man an Bayer Leverkusen und in der Champions League blamierte man sich gegen Atalanta Bergamo.

Watzke fand vor allem zum Bergamo-Aus klare Worte: "Wir haben einen schlechten Tag gehabt, und der hat uns gekillt in Bergamo. Auch von der Dramaturgie her. Du hattest ja das Gefühl, dass wir das in der Verlängerung ziehen. Und dann machen wir in der letzten Sekunde diesen Scheiß – ist passiert."

Trotzdem zog er auch ein positives Fazit aus der Liga: "In der Bundesliga ist es richtig gut. Ich glaube, dass wir seit 2016 oder so nicht mehr so viele Punkte gesammelt haben. Das Problem ist nur, dass die Bayern immer bestimmen, ob du Deutscher Meister werden kannst oder nicht. Denn mit den Punkten, die wir dieses Jahr möglicherweise machen, da wären wir in anderen Jahren ganz weit vorne gewesen."

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