Nach außen wirkt es doch ein wenig kurios: Obwohl der FC Bayern auf Erfolgskurs ist und von Vincent Kompany als Cheftrainer profitiert, ist die Zukunft von Max Eberl beim deutschen Rekordmeister (noch) nicht gewiss. Eine Verlängerung seines zum Sommer 2027 auslaufenden Vertrags ist bislang nicht in Sicht, während die Sportbild im März berichtete, es gebe noch immer kein gänzlich uneingeschränktes Vertrauensverhältnis zwischen dem Sportvorstand und seinen Vorgesetzten.
Umso mehr wird, neben der grundsätzlichen Arbeit, auch die Kommunikation von Eberl beobachtet. Im 'Aktuellen Sportstudio' des ZDF ging der 52-Jährige dieses Thema ganz offensiv und selbstbewusst an.
Selbst die Eberl-Kritiker loben ihn für seinen entschiedenen TV-Auftritt
"Ich war schon unter dem Brennglas", gab Eberl beispielsweise hinsichtlich seiner Trainersuche zum Sommer 2024 zu. "Was mich bestärkt hat, war, dass ich von meinen Entscheidungen überzeugt war. Natürlich hätte man sich aber ab und an mal etwas Schutz gewünscht", gestand er jedoch auch ein. Das dürfte durchaus als Botschaft an den Aufsichtsrat und damit zugleich an Personen wie Uli Hoeneß gerichtet sein.
Vermeintliche Unstimmigkeiten wollte er nicht größer machen, als sie angeblich ausfallen: "Ich versuche natürlich, Ideen und Gedanken, die wir im Sport haben, umzusetzen und, wie man so schön sagt, auch durchzudrücken. Auch bei Uli oder bei Kalle [Rummenigge]. […] Aber das sind einfach Dinge, die Uli und Kalle früher auch gemacht haben. Das ist die Diskussion, die wir haben." Diese seien zwar "intensiv", fänden aber eben auch "im Verborgenen" statt – und trotzdem kämen manchmal entsprechende Details ans Licht.
In München wurde Eberls Auftritt den Informationen von Sport1 zufolge als eine Art "kommunikatives Meisterstück" angesehen. Selbst diejenigen, die eher als Eberl-Kritiker gelten, seien dieser Ansicht. Sollte der FCB neben der Meisterschaft vielleicht auch noch den DFB-Pokal gewinnen und zumindest ins Finale der Champions League einziehen, dürfte das natürlich ebenfalls auf das Konto des Managers einzahlen.
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