Was hat der Streik gebracht? Das sind die Insights zum Peretz-Deal
Von Leonard Schmidt

Seit Monaten hatte sich die Situation rund um Leih-Keeper Daniel Peretz beim Hamburger SV zunehmend zugespitzt. Der 25-Jährige war mit der Hoffnung nach Hamburg gekommen, sich nach einer sportlich enttäuschenden Zeit neu zu empfehlen und über regelmäßige Einsätze wieder in den Rhythmus zu finden. Doch am Ende stehen lediglich zwei Pflichtspiele im DFB-Pokal - zu wenig, um die Erwartungen aller Beteiligten zu erfüllen.
Inzwischen deutet vieles auf einen schnellen Abschied in Richtung FC Southampton hin. Laut Bild war bereits im Dezember intern geklärt worden, dass Peretz beim HSV keine realistische Perspektive auf einen Stammplatz in der Rückrunde erhalten würde. Entsprechend galt ein vorzeitiger Abbruch der Leihe zuletzt als kaum noch vermeidbar.
So sieht der aktuelle Plan aus
Ein solcher Schritt bleibt im Profifußball selten ohne finanzielle Folgen. Ursprünglich sah das Modell eine feste Grundzahlung des HSV an den FC Bayern vor, ergänzt durch Bonusregelungen, etwa für einen möglichen Klassenerhalt oder eine bestimmte Anzahl an Einsätzen. Genau dieses Konstrukt, das sich in einem Rahmen von bis zu 500.000 Euro bewegt hätte, ist nun jedoch vom Tisch.
Nach Informationen der Bild soll der HSV im Falle des Leihabbruchs gar keine Zahlungen an den FC Bayern leisten müssen. Stattdessen würde Southampton mit einer höheren Leihgebühr einen Teil der finanziellen Last übernehmen, sollte der Wechsel zustande kommen.
Wann kommt der Vierfach-Win-Deal?
Aus externer Sicht wirkt dieses Szenario für alle Seiten sinnvoll. Peretz erzwingt mit seinem Streik den gewünschten Tapetenwechsel, der HSV gewinnt ohne Kosten wieder Ruhe auf der Torwartposition, Bayern findet eine neue Lösung für seinen Spieler und Southampton erhält kurzfristig einen zusätzlichen Keeper bis zum Saisonende.
Laut Bild könnte es schnell gehen: Bereits bis Montagabend soll ein Abflug des Torhüters möglich sein. Spätestens dann dürfte das Kapitel Peretz beim HSV vorerst geschlossen sein und ein Leihversuch, der sportlich nie richtig ins Rollen kam, ein Ende finden.
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