Für die Anhänger des Hamburger SV stellt sich vor dem Bundesliga-Start vor allem eine Frage: Wer verstärkt die Mannschaft für die anstehende Saison? Die Verantwortlichen um Claus Costa suchen aktuell nach Verstärkungen in der Innenverteidigung, auf den defensiven Außenbahnen sowie im Angriff. Das Hamburger Abendblatt berichtet von drei heißen Transfer-Personalien, die momentan rund um den Volkspark diskutiert werden.
Tomas Bobcek: Ist der Preis zu heiß?
Auf der Suche nach einem torgefährlichen Angreifer ist der HSV offenbar in Polen fündig geworden. Tomas Bobcek vom polnischen Erstliga-Absteiger Lechia Danzig steht laut Abendblatt auf der Kandidatenliste. Der 24-jährige Slowake legte in der abgelaufenen Saison eine beeindruckende Entwicklung hin und sicherte sich trotz des Abstiegs seines Vereins mit 20 Treffern in 30 Spielen die Torjägerkanone der polnischen Liga.
Obwohl der Angreifer den Verein aufgrund des Abstiegs verlassen möchte, sind die Verhandlungen noch nicht auf der Zielgeraden. In polnischen Medien kursieren Gerüchte über eine geforderte Ablösesumme von acht bis neun Millionen Euro – ein Preis, den die Hamburger laut dem Bericht des Hamburger Abendblatt definitiv nicht zahlen werden. Da Danzig nach Punktabzügen in der vergangenen Spielzeit jedoch unter finanziellem Druck steht und auf Transfererlöse angewiesen ist, hofft man in Hamburg darauf, den Stürmer für eine deutlich geringere Summe an die Elbe lotsen zu können.
Elias Baum: Ein hartnäckiger Poker

Auf der rechten Abwehrseite hat der HSV ebenfalls Handlungsbedarf. Mit Giorgi Gocholeishvili und William Mikelbrencis haben zwei Rechtsverteidiger den Klub verlassen, Bakery Jatta ist auf dieser Position lediglich als Herausforderer eingeplant. Der absolute Topkandidat für diese Problemposition bleibt Elias Baum von Eintracht Frankfurt. Der 20-Jährige konnte bereits in der Saison 2024/25 als Leihspieler bei der SV Elversberg in der 2. Bundesliga Spielpraxis sammeln, kam nach seiner Rückkehr zur Eintracht in der vergangenen Spielzeit verletzungsbedingt und aufgrund der hohen Konkurrenzsituation jedoch nur selten zum Zug.
Die Eintracht ist über das Interesse der Hamburger informiert, pocht aber auf einen festen Verkauf des U21-Nationalspielers. Laut dem Abendblatt fordern die Hessen vier bis fünf Millionen Euro. Ein Preis, den der HSV im aktuellen Poker nach unten drücken möchte. Zudem gibt es namhafte Konkurrenz: Auch Werder Bremen, der FC Augsburg und der FC Schalke 04 buhlen um die Dienste des jungen Außenverteidigers.
Immanuel Pherai: Hängepartie nach Leihende
Während der HSV bei Neuzugängen feilscht, zieht sich auch ein möglicher Abgang in die Länge. Immanuel Pherai ist nach seiner Leihe von Bundesliga-Neuling SV Elversberg nach Hamburg zurückgekehrt. Der offensive Mittelfeldspieler hatte maßgeblichen Anteil am historischen ersten Aufstieg der Saarländer. Elversberg hatte jedoch die vereinbarte Kaufoption verstreichen lassen, um den Preis zu drücken.
Ein erstes Angebot der SV Elversberg, das deutlich unter einer Million Euro lag, wurde von den HSV-Bossen strikt abgelehnt. Seitdem herrscht Funkstille zwischen den Vereinen. Wie das Abendblatt berichtet, spielt der 25-jährige surinamische Nationalspieler in den Planungen der Hamburger für die kommende Bundesliga-Saison keine Rolle mehr, doch aktuell liegt der Ball bei den Verantwortlichen aus Elversberg. Das Transferfenster schließt erst am 1. September, sodass noch ausreichend Zeit für eine Lösung bleibt.
Weitere HSV-News lesen:
