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Das erwartet Lothar Matthäus vom BVB in der Saison 2026/27

Der Bundesliga-Start rückt immer näher. Was darf man in diesem Jahr von Borussia Dortmund erwarten? Lothar Matthäus formuliert klare Forderungen an die Schwarz-Gelben.
Lothar Matthäus spricht vor der neuen Saison über den BVB
Lothar Matthäus spricht vor der neuen Saison über den BVB | picture alliance/GettyImages

Die Bundesliga-Saison 2026/27 steht bevor. Die erste Frage, die sich die Fans des deutschen Fußball-Oberhauses wie immer stellen, lautet: Gibt es ein Team, das dem FC Bayern überhaupt Konkurrenz machen kann? Vom Gefühl her ist den Münchnern die 36. Meisterschaft kaum zu nehmen.

Wenn es in den vergangenen Jahren eine Mannschaft gab, die den Münchnern dann doch Paroli bieten konnte, dann war es meist Borussia Dortmund. Die Schwarz-Gelben wollen an die vergangene Saison, die sie auf Platz zwei beendeten, anknüpfen. Um den Bayern aber einen Meisterschaftskampf zu liefern, ist noch eine klare Steigerung nötig.

Der BVB ist auch in diesem Jahr kein echter Bayern-Jäger

Auch Lothar Matthäus lehnt sich daher in diesem Jahr - anders als noch im vergangenen Sommer - nicht zu weit aus dem Fenster. "Vor der vergangenen Saison stellte ich an dieser Stelle die These auf: 'Dortmund wird wieder Bayern-Jäger!' Im Rückblick muss ich sagen: Am Ende war die Truppe von Niko Kovac mit 16 Punkten Rückstand auf die Münchner eher ein Bayern-Jägerchen", sagt der Rekordnationalspieler bei Bild.

In dieser Saison traut Matthäus dem BVB daher nicht zu, es mit den Bayern aufnehmen zu können. Doch obwohl die Dortmunder in der vergangenen Spielzeit weit von der Meisterschaft entfernt waren, hebt er die Leistung von Trainer Niko Kovac positiv hervor. "Seine Punkteausbeute aus der vergangenen Saison hätte ohne die Dominanz der Über-Bayern in anderen Meister-Jahren durchaus für den Titel reichen können. Kovac passt zu Dortmund, ihm das Vertrauen als BVB-Trainer zu geben, hat sich bestätigt. Er verkörpert mit seiner Art und Weise nicht nur den Klub, sondern lässt auch so Fußball spielen, wie er es früher als Profi selbst gezeigt hat", lobt der 65-Jährige.

"Der Kovac-BVB kämpft Fußball, zeigt die nötige Leidenschaft. Wir werden daher erneut keinen Spektakel-Fußball in Dortmund sehen, dafür aber einen erfolgreichen", prognostiziert Matthäus. "Niko kennt die Stärken wie auch die Schwächen seiner Mannschaft. Weil jeder unter ihm nach hinten arbeiten muss, hatten es die Abgänge wie Karim Adeyemi oder Julian Brandt unter Kovac schwer gehabt. Sie sind nun weg, und Kovac darf ohne sie weiter an seiner Mannschaft bauen, die ihren Vizemeister-Titel verteidigen kann."

Matthäus fordert Kapitänswechsel

Was Matthäus im Hinblick auf den BVB kritisiert, ist die Kapitänswahl. In Dortmund trägt zwar weiterhin Emre Can die Binde, aufgrund seiner Verletzungshistorie ist er aber alles andere als sicher gesetzt.

"Ich war immer der Auffassung, dass der Kapitän einer Mannschaft unangefochtener Stammspieler sein muss", so Matthäus, der eine klare Empfehlung ausspricht: "Kovac sollte überlegen, Nico Schlotterbeck endgültig als festem Kapitän die Verantwortung für die Mannschaft zu übertragen. Das schafft Klarheit und Ruhe."


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