Die deutsche Nationalmannschaft und Adidas - diese Kombination war (fast) immer Gesetzt. Ab 2027 wird sich das ändern. Der DFB vollzieht einen Ausrüsterwechsel hin zum größten Adidas-Rivalen Nike. Die anstehende Weltmeisterschaft wird das DFB-Team aber noch in Trikots mit den drei Streifen bestreiten.
Während das weiße Heimtrikot eine Hommage der letzten beiden WM-Titel 1990 und 2014 ist und eine Art Kombination aus diesen beiden Weltmeister-Trikots darstellt, ist der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach beim Auswärtstrikot neue Wege gegangen.

Blau in DFB-DNA verankert
"Die Farbe ist inspiriert von alten Trainingswear-Teilen des DFB."Adidas-Chefdesigner Jürgen Rank
Zum Adidas-Abschied wird Deutschland bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada auch in blauen Leibchen auflaufen. In den letzten Jahrzehnten war das deutsche Auswärtstrikot fast immer in Schwarz oder Grün gehalten (oder auch mal in Rot). Im Testspiel gegen die Schweiz wird das Nagelsmann-Team erstmals die neuen blauen Trikots tragen.
Adidas-Chefdesigner Jürgen Rank erklärt gegenüber der Bild, wie es zum ungewöhnlichen Farb-Design kam: "Die Farbe ist inspiriert von alten Trainingswear-Teilen des DFB. Es ging schon 1954 los. Die Pullover von Sepp Herberger, Adi Dassler – die waren in Navy gehalten. Das hat sich in den 50er, 60er, 70er Jahren fortgesetzt. Auch durch die Trainingsjacke von Franz Beckenbauer. Es gab sogar einen Anlass, zu dem in Blau gespielt wurde, und zwar 1986 bei einem Freundschaftsspiel vor der WM in Mexiko. Wir haben jetzt überlegt: Welchen Farbakzent können wir für 2026 setzen? Da nehmen wir doch eine Farbe, die zum DFB passt und auch in der DNA verankert ist."

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Florian Wirtz gefällt das Design jedenfalls. "Ich finde, ein deutsches Trikot in dieser Farbe ist ungewöhnlich, aber wirklich gut", erklärte der Liverpool-Star bei der offiziellen Präsentation des Trikots.
Jetzt muss es nur noch erfolgreich werden. Dann hat das blaue Leibchen definitiv gute Chancen, zum Kult-Trikot zu werden...
Die Verkaufszahlen sprechen bereits dafür. Zum Verkaufsstart waren die Zahlen schon besser als beim pinken Auswärtstrikot zur Heim-EM 2024, das damals für Rekordzahlen gesorgt hatte.
