Der Stadtrivale des Hamburger SV, der FC St. Pauli, wagte es als erster Verein im deutschen Profifußball eine Genossenschaft zu gründen. Wenig später zog der FC Schalke 04 nach. Seit längerem arbeitet auch der HSV an selbigen Vorhaben und wird aller Voraussicht nach zeitnah eine HSV-Genossenschaft gründen.
Das planen die Hamburger
Auch wenn der operative Start der sogenannten "Supporters Trust" noch von dem laufenden Prüfverfahren abhängt, verfolgt der Verein einen klaren Plan. Das Projekt ist in erster Instanz aus der Feder des aktuellen HSV-Präsidenten Henrik Knöcke entstanden, welcher die Plaungen bereits vor seiner Wahl im Juni des vergangenen Jahres ins Rollen gebracht hat.
Auf der vereinsinternen Website sprach Knöcke über das Vorhaben der Hamburger und worauf sich der Verein, aber auch die Fans einstellen dürfen. In diesem Kontext sprach der HSV-Präsident von "konkreten Projekten im Volksparkstadion, mit dem Ziel, das Stadionerlebnis für alle spürbar zu verbessern".
Laut Knöcke geht es bei diesen Projekten um eine "erhöhte Kapazität, erweiterte sanitäre Anlagen, eine Verbesserung der Sichtverhältnisse und des Caterings".
Bald über 60.000 Fans im Volksparkstadion?
"Perspektivisch könnten es mehr als 60.000 Plätze werden."Henrik Knöcke
Bezogen auf das Vorhaben die Kapazität zu erhöhen führt der HSV-Präsident aus: "Nach den entsprechenden Genehmigungen soll mit der Kapazitätserweiterung unmittelbar begonnen und im Laufe der kommenden Saison eine Kapazität von mehr als 58.000 Fans im Volksparkstadion erreicht werden."
Das Vorhaben in der kommenden Spielzeit soll dabei erst der Anfang sein. "Damit machen wir einen ersten wichtigen Schritt bei der Erweiterung. Perspektivisch könnten es mehr als 60.000 Plätze werden", so Knöcke.
HSV plant mit hohen Einnahmen
Die Hamburger versprechen sich in der ersten Phase der Genossenschaft rund 16 Millionen Euro an Einnahmen. Diese Summe soll in den folgenden Jahren bis zu 100 Millionen Euro ansteigen.
Ausgeschlossen ist derweil, dass der HSV die Einnahmen in Spielertransfers investieren wird. Es gehe "primär um Infrastruktur und Fan-nahe Projekte" von denen "der HSV als Ganzes" profitiere.
Neben Henrik Knöcke gelten Horst Hrubesch, David Jarolim sowie der aktuelle HSV-Coach Merlin Polzin als Zugpferde und prominente Unterstützer des Projekts.
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