Nachdem am vorigen Spieltag der Klassenerhalt auch endlich rechnerisch abgesichert wurde, bekam Shuto Machino von Eugen Polanski beim Auswärtsspiel gegen den FC Augsburg eine erneute Startelf-Chance. Zwei Resultate folgten, die zumindest anteilig zusammenhängen: Einerseits musste Borussia Mönchengladbach die Partie mit 1:3 verloren geben. Zum anderen folgte eine deutliche Kritik vom Coach am japanischen Stürmer.
Der Ersatz von Haris Tabakovic wusste erneut nicht zu überzeugen. Das ist umso ärgerlicher, da doch erst im vergangenen Sommer für Borussia äußerst stolze acht Millionen Euro für Machino an Holstein Kiel überwiesen wurden. Bemerkenswert jedoch: Selbst in der Abstiegs-Saison der Störche konnte der 26-Jährige weitaus bessere Leistungen abliefern und sogar elf Tore erzielen sowie drei weitere direkt vorbereiten. Leistungen und Zahlen, an die er nach seiner Verwandlung vom Storch zum Fohlen bislang noch gar nicht anknüpfen konnte.
Schröder und Polanski fordern Machino – der muss aber unter erschwerten Bedingungen abliefern
"Auf der einen Seite haben wir Verständnis, dass bei Shuto der Spielrhythmus nicht so da ist. Und trotzdem wünscht man sich bei dem ein oder anderen Torschuss und Zweikampf mehr Überzeugung. Da muss er aufsatteln", äußerte sich Rouven Schröder recht vielsagend zum Machino-Auftritt in Augsburg (via Rheinische Post). Keine klare Kritik, aber doch eine deutliche Aufforderung.
Etwas anders hielt es Polanski, der seinen Angreifer bei den zuvor schwachen Auftritten noch geschützt hatte. Zwar wollte er ihn angesichts der fehlenden Spielpraxis (nur acht Startelf-Einsätze vor dem FCA-Spiel) nicht in den Fokus stellen, doch betonte der Cheftrainer: "Aber natürlich auch Shuto, weil es dazugehört, sich reinzuknien, wenn man auf diese Chance so lange warten muss und sie dann bekommt – um dann eigentlich in der Offensive fast nicht stattgefunden zu haben."

"Es kann an mir selbst liegen, es kann an meinen Partnern liegen, aber ich muss halt eine andere Körpersprache haben. Da muss Shuto extrem dran arbeiten", führte Polanski weiter aus. Zugleich muss er sich aber auch die Frage stellen, wieso Machino in einer Abstiegsmannschaft deutlich besser funktioniert hat, als in diesem Borussia-Team.
Zur Wahrheit gehört auch: Gladbach ist in fast allen Offensiv-Statistiken einfach sehr schwach unterwegs. Pro Partie wird sich nur ein Wert von 1,22 Expected Goals (xG) erspielt (via footystats), der fünftschlechteste Wert der Bundesliga. Insgesamt liegt die Fohlenelf mit aufgerundet 46 xG auf dem 15. Tabellenplatz (via understat). In der bisherigen Rückrunde hat nur der FC St. Pauli weniger Tore erzielt. Es zeigt sich: Die Polanski-Mannschaft erspielt sich auch einfach viel zu wenig gute Torchancen – und unter solchen Umständen hat es ein Stürmer natürlich umso schwerer.
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