Die Diskussionen um eine WM-Absage von Jamal Musiala sollten wir endgültig abhaken. Dass der 23-Jährige viel zu gut und wertvoll für das DFB-Team ist, um auf ihn im Sommer verzichten zu können, ist eh klar. Und dass die Form nach langer Verletzung nicht ausreichen könnte, um eine Teilnahme zu rechtfertigen, hat der Bayern-Star auch schon als Nonsens entlarvt.
Vielmehr scheint sich Musiala immer mehr freischwimmen zu können von seiner Verletzung und den kleineren Rückschlägen in den vergangenen Monaten. Beim FC Bayern rückt die Nummer zehn im Endspurt der Triple-Jagd noch mehr in den Fokus. Weil Serge Gnabry in dieser Saison nicht mehr spielen kann, wird es Musiala sein, der in den entscheidenden Partien als Spielmacher in der Startelf steht.
Kompany freut sich auf "Magic Musiala"
"Wenn diese totale Freiheit wiederkommt – und das wird zurückkommen –, dann hast du vielleicht eine entwickelte Version von Jamal Musiala."Vincent Kompany
Dass Bayern-Coach Vincent Kompany seinem Jungstar vertraut, machte er auf der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokal-Halbfinale in Leverkusen (Mittwoch, 20:45 Uhr) deutlich. Der Belgier äußerte sogar eine große Hoffnung beim 23-Jährigen.
"Ich glaube, dass Jamal jetzt im Moment in einer guten Phase ist. Ich habe schon im Januar gesagt: Der hat sich körperlich entwickelt. Meiner Meinung nach ist er jetzt auch physisch, nicht nur von der Kraft, sondern auch von der Laufbereitschaft her, ganz nah dran ist an seinem besten Niveau", erklärte Kompany über Musialas aktuelle Form.
"Dann gibt es nur die Frage: Wann kommt dieser 'Magic Musiala' wieder, an den sich die Leute erinnern in seiner allerbesten Zeit? Das kommt 100 Prozent wieder, seine Momente sind schon da", so Kompany weiter.
Bald die "entwickelte Version von Jamal Musiala"?
Seit dem Comeback habe er schon eine besondere Qualität in Musialas Spiel ausgemacht: "Was der Junge aktuell macht: Er ist unheimlich torgefährlich. Wenn man schaut auf seine Aktionen im Sechzehnmeterraum. Wie oft er schon jetzt in die gefährliche Räume kommt. Ich glaube, er hat in 600 Minuten neun Scorerpunkte."
Ganz genau gesagt waren es 633 Pflichtspiel-Minuten, die Musiala in der laufenden Saison auf dem Platz stand. Bei vier Toren und fünf Assists brauchte er im Schnitt nur knapp über 70 Minuten für eine direkte Torbeteiligung.
"Man hat schon viele Momente gesehen. Aber wenn diese totale Freiheit wiederkommt – und das wird zurückkommen –, dann hast du vielleicht eine entwickelte Version von Jamal Musiala", so Kompanys Hoffnung.
"Bis jetzt, wenn er neun Scorerpunkte hat in 600 Minuten, glaube ich, dass er schon gezeigt hat, dass er ready ist."
Ready für den Saisonendspurt mit den Bayern. Und ready für die Weltmeisterschaft mit dem DFB-Team.
