Der 1. FC Nürnberg gibt im Werben um Rajmund Toth offenbar nicht auf. Wie die Bild berichtet, reiste Sportvorstand Joti Chatzialexiou unter der Woche nach Ungarn, um sich vor Ort ein Bild vom 22-Jährigen zu machen und den Austausch mit dessen Klub Győri ETO FC fortzusetzen. Damit nimmt der Transferpoker um den Wunschspieler des FCN weiter Fahrt auf.
Nürnberg muss sich weiter gedulden
Dem Bericht zufolge verfolgte Chatzialexiou am Dienstag das Rückspiel der ersten Qualifikationsrunde zur Champions League zwischen ETO FC und Víkingur Reykjavík (2:2). Im Anschluss soll es zudem Gespräche mit Verantwortlichen des ungarischen Meisters gegeben haben.

Für Nürnberg brachte das Ergebnis allerdings keine unmittelbare Erleichterung. Nach dem 0:1 im Hinspiel scheiterte ETO in der Champions-League-Qualifikation und kämpft nun in der Qualifikation zur Conference League um einen internationalen Startplatz.
Deshalb sollen die Ungarn Toth und weitere wechselwillige Spieler bis zum Ende der Qualifikationsphase im August nicht ziehen lassen wollen. Der FCN dürfte sich bei seinem Wunschtransfer also weiter gedulden müssen.
Toth will offenbar nach Nürnberg
Der Sechser, der auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden kann, gehörte in der vergangenen Meistersaison zu den absoluten Leistungsträgern von Győri ETO FC. In 30 Ligaspielen bereitete der 22-Jährige vier Treffer vor und war aus der Mannschaft kaum wegzudenken. Sein Marktwert wird von transfermarkt.de auf rund 900.000 Euro geschätzt.
Dennoch müsste Nürnberg für eine Verpflichtung deutlich tiefer in die Tasche greifen. Laut Bild erhöhten die Franken ihr Angebot bereits vor einigen Wochen von rund 1,1 auf mehr als 1,5 Millionen Euro inklusive Boni. Zwar sollen andere Interessenten bereit sein, sogar rund zwei Millionen Euro für den ungarischen Nationalspieler zu zahlen, dennoch gibt es für den FCN weiterhin Anlass zur Hoffnung.
Konkurrent Bröndby IF soll zuletzt an Boden verloren haben, während Toth Nürnberg laut dem Bericht weiterhin als Wunschziel bevorzugt. Damit bleiben die Franken trotz der schwierigen Verhandlungen in einer guten Ausgangsposition, den 22-Jährigen noch in diesem Sommer zu verpflichten.
