Angesichts des drohenden Abstiegs von West Ham United gilt Jarrod Bowen als ein gefragter Spieler auf dem Transfermarkt. Sollte der Worst-Case für die Hammers tatsächlich eintreten – was das wahrscheinlichste Szenario ist –, müssen sie Mittel beschaffen, um die Kosten zu decken.
Bis zu 115 Millionen Euro könnten erforderlich sein, um eine wirtschaftliche Katastrophe zu vermeiden; der Verkauf von Bowen würde sicherlich helfen, diese klaffende Wunde zu schließen. Laut The Guardian sollen sowohl der FC Chelsea als auch der FC Liverpool und Manchester United Interesse an West Hams Kapitän haben. In dieser heiklen Phase seiner Karriere könnte sich der 29-Jährige sehr wohl an einem entscheidenden Scheideweg befinden.
Welcher Verein braucht Jarrod Bowen am dringendsten?
Liverpools Interesse an Bowen ist nicht neu. Die Reds müssen die Lücke füllen, die Mohamed Salah durch seinen bevorstehenden Abgang hinterlassen wird. Der englische Nationalspieler stellt eine Option mit bewährter Premier-League-Qualität dar.
In Arne Slots Kader gibt es eine klare Rolle für Bowen, doch wo genau er bei Manchester United hineinpassen würde, ist nicht so offensichtlich. Den Red Devils fehlt es in den meisten Bereichen des Spielfelds an Tiefe, abgesehen von Bowens bevorzugter Position auf dem rechten Flügel. Sollte Amad Diallo als nicht gut genug erachtet werden, kann Michael Carrick jederzeit auf Bryan Mbeumo zurückgreifen. Selbst der aus der eigenen Jugend stammende Shea Lacey bietet eine Alternative, der von seiner Position auf dem rechten Flügel nach innen zieht.
Chelsea mangelt es zwar nicht gerade an Flügelspielern, doch Bowen verkörpert ein anderes Profil, das Xabi Alonso schätzen könnte. Es wird vermutet, dass der baskische Trainer in diesem Sommertransferfenster, auf das er voraussichtlich großen Einfluss haben wird, vor allem auf Erfahrung setzt. Die Blues haben seit der Verpflichtung des damals 33-jährigen Pierre-Emerick Aubameyang im ersten chaotischen Sommer unter der Eigentümerschaft von BlueCo im Jahr 2022 kein Geld mehr für einen Spieler über 25 ausgegeben.
Ob der Fanliebling bereit wäre, zu einem Londoner Rivalen zu wechseln – insbesondere zu einem, der einer Saison ohne den Reiz des europäischen Fußballs entgegenblickt –, bleibt abzuwarten. Bei allem Glanz von United wäre ein Liverpooler Team, das offensichtlich auf Bowens Dienste angewiesen ist, sowohl für den Spieler als auch für den Verein die sinnvollste Option.
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