Der Name Fisnik Asllani geistert schon lange durch Dortmund. Spätestens seit Ole Book im März neuer Sportdirektor wurde. Book hatte Asllani einst nach Elversberg geholt und ihm im Saarland dank einer Fabel-Saison in der 2. Liga zum endgültigen Profi-Durchbruch verholfen.
Zurück bei Stammklub TSG Hoffenheim konnte der 23-jährige Angreifer auch in der Bundesliga überzeugen. Zehn Tore und neun Assists gelangen dem in Berlin geborenen Nationalspieler des Kosovo in der abgelaufenen Oberhaus-Spielzeit. Asllanis Marktwert hat sich dadurch auf geschätzte 35 Millionen Euro weiter nach oben geschraubt.
Trotz langfristigem Vertrag bis 2029 wäre der Stürmer aber für eine geringe Summe zu haben. Rund 30 Millionen Euro müssten interessierte Klubs dank einer Ausstiegsklausel lediglich auf den Tisch legen. Wie lange die Exit-Option in diesem Sommer gültig ist, bleibt aber unklar.
Bericht sorgt für Aufsehen: BVB vor Asllani-Transfer?
Ebenso, wohin es Asllani zieht, sollte er wechseln. Der Stürmer selbst hat schon offen vom FC Barcelona geträumt und wurde tatsächlich auch schon als Kandidat bei den Katalanen gehandelt. Die Spur ist in den vergangenen Wochen aber ziemlich kalt geworden. Wärmer bleibt sie nach Dortmund.
Erst recht, weil der kosovarische Journalist Arlind Sadiku nun berichtet, dass sich der BVB mit Asllani auf einen Sommer-Transfer geeinigt habe. Demnach sei der Deal bereits in trockenen Tüchern.
Berechtigte Zweifel
Ob Book und der BVB bei Asllani aber tatsächlich schon so weit sind, darf stark bezweifelt werden. Das berichtet auch die WAZ, die in Dortmund von einem bevorstehenden Transfer nichts gehört haben will.
Klingt logisch, schließlich bräuchte es zunächst Verkäufe, um eine solche Investition stemmen zu können. Ebenso müsste erst eine Kader-Planstelle im Sturm frei werden, ehe der BVB zuschlagen würde. Die Kandidaten hierfür liegen auf der Hand: Serhou Guirassy liebäugelt weiterhin mit einem Abschied. Asllani wäre dann der Eins-zu-eins-Ersatz. Verkauft werden und gute Einnahmen bringen könnte auch Karim Adeyemi. Eine Vertragsverlängerung ist weiter nicht in Sicht. Bleibt es dabei, soll der 24-Jährige ein Jahr vor Vertragsende zu Geld gemacht werden.
Doch solange in diesen beiden Personalien nichts Konkretes passiert, wird sich auch bei Asllani nichts weiter tun. Möglich wäre es aber zumindest, dass die BVB-Bosse einen Transfer des Angreifers so weit vorbereiten, dass man im Fall der Fälle sofort reagieren kann.
Zu machen wäre das wohl auch, wenn die Ausstiegsklausel abläuft (sollte das im Verlauf des Sommer-Transferfensters der Fall sein). Die TSG wäre offenbar durchaus verkaufsbereit, nachdem man bereits knapp 35 Millionen Euro in neue Spieler investiert hat und noch ein vermutlich kostspieliger zentraler Mittelfeldspieler kommen soll.
