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BVB tütet nächsten Transfer ein: Was Veerman kostet und wie er ins System passt

Nach Karetsas und Konstantelias wird auch Veerman den Weg nach Dortmund finden. Warum die Verpflichtung des Mittelfeld-Strategen für Sportdirektor Book Sinn macht.
Joey Veerman kommt nach Dortmund
Joey Veerman kommt nach Dortmund | ANP/GettyImages

Griechisch-niederländische Wochen beim BVB! Nach dem Griechen-Doppelpack für die Offensive mit Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias wird sich Schwarzgelb auch noch im zentralen Mittelfeld verstärken und den Niederländer Joey Veerman von der PSV Eindhoven loseisen.

Wie Sky-Transferexperte Patrick Berger am Montagabend berichtet, ist der Transfer in trockenen Tüchern. Demnach habe der 27-Jährige den obligatorischen Medizincheck bereits erfolgreich absolviert. Veerman werde für fünf Jahre bis 2031 unterschreiben und in Dortmund künftig drei bis vier Millionen Euro Grundgehalt kassieren. In dieser Region sollen auch Karetsas und Konstantelias beim BVB kassieren.

Fixsumme für Konstantelias & Veerman niedriger als El-Mala-Preisschild

Problemlos möglich macht den Deal eine Ausstiegsklausel in Veermans bis 2028 gültigem Vertrag, die laut Berger bei 20 Millionen Euro liegt. Die Ruhr Nachrichten hatten zuvor noch von 22 Millionen Euro berichtet. So oder so liegt sie knapp unter dem geschätzten Marktwert von 25 Millionen Euro.

Der 16-fache niederländische Nationalspieler kann im Mittelfeldzentrum von Sechs über Acht und Zehn alle Positionen bekleiden. Eigentlich war erwartet worden, dass sich die BVB-Bosse den restlichen Transfer-Sommer auf die Offensive fokussieren und eventuell nach dem Couto-Abgang noch einen Backup für die rechte Schiene holen.

Weil man sich aus dem Poker um Wunschspieler Said El Mala verabschiedet hatte und Konstantelias deutlich günstiger war, konnte man das freie Budget offenbar doch schon in einen neuen Mittelfeldspieler investieren. Konstantelias und Veerman kosten zusammen in etwa die Fixsumme, die für El Mala fällig geworden wäre.

BVB wollte keine Holding Six

Bleibt die Frage, wie Veerman ins BVB-System passt. Lange war die Rede davon, dass man einen Abräumer auf der Sechs suche, um Box-to-Box-Spieler Felix Nmecha den Rücken freizuhalten. Veerman hat definitiv ein anderes Profil und seine Stärken vor allem im Spiel mit dem Ball.

Sportdirektor Ole Book hat bereits erklärt, dass dies durchaus zum gesuchten Profil passe. Was auch am bevorzugten System von Trainer Niko Kovac liege. Nach dem 2:2 im Härtetest gegen die AS Rom erklärte Book (via WAZ): "Wir haben heute gesehen, dass wir sehr gute Spieler auf der Position haben [zentrales Mittelfeld]. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass wir nicht sehr viele gute Spieler auf der Position haben. Deswegen sind wir gut beraten, uns damit [Neuzugang] zu beschäftigen."

Der Typ 'Holding Six', also Mittelfeldabräumer, sei dabei nicht gesucht worden, betonte Book: "Wenn man wie wir mit Dreierkette spielt, dann kann ein Spiel auch relativ zäh werden, wenn man davor noch eine Holding Six stellt."

Veermann ist dagegen ein Stratege, der das Spiel ankurbeln und durchaus auch selbst für Torgefahr sorgen kann. Wettbewerbsübergreifend acht Tore und 15 Assists in der vergangenen Saison sind starke Scorer-Werte. In 198 Pflichtspielen für die PSV kam Veermann auf 31 Tore und 67 Vorlagen. Nun folgt für ihn erstmals der Schritt raus aus der Heimat.

Dabei ist er nach all den Youngster-Deals des Sommers für den BVB der erste und einzige Neuzugang mit Erfahrung. Die Jahre im besten Fußballer-Alter soll Veermann nun in Dortmund verbringen.

Neben den dynamischen Nemcha, Jobe Bellingham und Carney Chukwuemeka bringt Veerman eine andere Komponente im Zentrum mit ins BVB-Spiel, über die auch Marcel Sabitzer nur mit Abstrichen verfügt.


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