Am Mittwochabend setzte es für Borussia Dortmund in der Champions League eine große Enttäuschung. Gegen das letztjährige Überraschungsteam Bodö/Glimt verlor der BVB am Ende mit 0:1 und blieb damit das zweite Spiel in Folge ohne Sieg.
Trainer Niko Kovac nahm nach der Partie die Niederlage zwar auf seine Kappe, doch die Probleme im Dortmunder Spiel sind nicht erst seit dem Unentschieden gegen Werder Bremen und der Niederlage gegen Bodö/Glimt bekannt.
Auf der Schiene nicht gut genug?
Patrick Berger, Sky-Journalist und BVB-Insider, fand nach der Niederlage auf der Plattform X deutliche Worte. "Der BVB ist auf der Schiene qualitativ einfach nicht gut genug besetzt. Hat man in Bodö wieder gesehen. Beier, der zweifelsfrei immer Gas gibt, keine Dauerlösung dort", schrieb Berger.
In der Tat fällt die Qualität auf den Schienenpositionen im Vergleich zu den anderen Positionen deutlich ab. Maxi Beier ist beispielsweise auch kein echter Schienenspieler, sondern eigentlich eher offensiver Flügelspieler. Doch aus Mangel an Alternativen muss er trotzdem regelmäßig dort spielen.
Das Karetsas-Problem
Doch Berger war damit noch nicht fertig. Auch die Rolle von Konstantinos Karetsas ist ihm ein Dorn im Auge. "Kovac tut Karetsas keinen Gefallen, wenn er ihn in ein System presst, in dem er nur defensiv arbeiten muss. Auch das mit den inversen Wingern geht nur bedingt auf."
Karetsas musste vor allem gegen Bodö häufig mit nach hinten arbeiten und konnte sich dann dementsprechnd in der Offensive nicht so entfalten, wie er es eigentlich kann. Der junge Grieche ist eigentlich Dortmunds kreativster Spieler, wird so jedoch seiner Schwächen beraubt.
Kovac muss also ein paar Justierungen in seinem System vornehmen, denn eine Negativspirale wäre das letzte, was der BVB jetzt braucht. Es wird spannend zu sehen sein, ob es am Wochenende gegen Union Berlin erste Veränderungen geben wird, oder ob der 55-Jährige stur an seinem System festhalten wird.
