Das Duell zwischen dem Hamburger SV und Borussia Dortmund sah zwischenzeitlich nach einer kleinen Sensation aus. Bis zur 73. Minute lagen die Schwarz-Gelben mit zwei Toren zurück.
Am Ende drehte der BVB die Partie aber doch noch in kurzer Zeit und erkämpfte sich die Führung. Das 3:2 ist mit Blick auf die Statistiken mehr als verdient: 24:4 Schüsse, 10:3 Großchancen. Trotzdem erzählt der Spielverlauf noch eine andere, deutlich beeindruckendere Geschichte.
Bestwert in Europas größten fünf Ligen
Aus den vielen Abschlüssen und Großchancen erspielte sich das Team von Niko Kovac einen Expected-Goals-Wert von 6,2. Das ist ein absoluter Bestwert in Europas fünf größten Ligen. Besonders auffällig dabei: Bis zur 40. Minute lag Dortmund gerade einmal bei einem xG-Wert von eins.
Genau hier liegt aber auch die Schwäche, die diese Zahl entlarvt. Im Optimalfall schießt ein Team mehr Tore, als es der xG-Wert erwarten lässt, weil die Chancen effizient genutzt werden. Gegen den HSV lief es eher umgekehrt. Der BVB brauchte eine enorme Masse an Möglichkeiten, um am Ende "nur" drei Treffer auf die Anzeigetafel zu bekommen.
Weiterer Rekord für Dortmund
Neben dem xG-Extremwert stellte der BVB noch eine weitere Bestmarke auf und erspielte sich drei Strafstöße. So viele Elfmeter hatte Dortmund in einem Bundesligaspiel zuvor noch nie bekommen. Trotzdem blieb auch hier ein kleiner Beigeschmack, weil Felix Nmecha einen Elfmeter vergab.
Tatsächlich hat die Mannschaft in der laufenden Saison laut FotMob bereits neun Elfmeter herausgeholt. Damit stehen sie auch hier hinter dem FC Bayern München, der bereits elf Strafstöße zugesprochen bekam.
Auf der Gegenseite rangiert auch der HSV in eine ähnlichen Statistik weit oben. Neunmal sorgten die Rothosen mit einem Foul im Strafraum für den Fingerzeig auf den Punkt. Nur der VfL Wolfsburg steht hier mit elf Strafstößen an der Spitze.
