BVB-Bosse unter Druck: Wer bleiben darf und wer noch überzeugen muss - Bericht

Vertragsfragen in der Führungsetage von Borussia Dortmund werden zum Thema und sind eng an den sportlichen Erfolg geknüpft.
Ricken und Kehl müssen um BVB-Zukunft zittern
Ricken und Kehl müssen um BVB-Zukunft zittern | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Bei Borussia Dortmund geht es derzeit nicht nur um die sportliche Zukunft einzelner Spieler, sondern laut Bild auch um die der Führungsebene. Während der Klub mit Hochdruck an einer Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck arbeitet, stehen gleichzeitig mehrere Schlüsselpersonen in der Geschäftsführung unter genauer Beobachtung.

Die Verträge von Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sowie Sportdirektor Sebastian Kehl laufen derzeit bis Sommer 2027. Über die Zukunft der Geschäftsführung entscheidet der Präsidialausschuss, dem unter anderem Präsident Hans-Joachim Watzke angehört.

Auch die Verträge von Marketing-Chef Carsten Cramer und Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß enden zu diesem Zeitpunkt.

Cramer und Treß fest im Sattel – Ricken muss liefern

Innerhalb des Klubs scheint die Lage unterschiedlich bewertet zu werden. Vor allem bei Treß gibt es intern kaum Zweifel an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit. Noch klarer ist die Situation offenbar bei Cramer.

Laut Bild-Bericht plant der Präsidialausschuss im Herbst eine Sitzung, bei der eine Vertragsverlängerung des Marketing-Geschäftsführers vorbereitet werden soll. Seine Bilanz spricht für sich: In den vergangenen vier Jahren steigerten sich die Einnahmen im Sponsoringbereich von rund 106 auf etwa 153 Millionen Euro.

Anders gestaltet sich die Lage bei Ricken. Der ehemalige BVB-Profi steht seit seinem Amtsantritt im Mai 2024 stärker im Fokus, da er die sportliche Gesamtverantwortung trägt. Der Präsidialausschuss will sich bei seiner Zukunft noch nicht festlegen und erwartet in den kommenden Monaten klare sportliche Fortschritte. Besonders die Kaderplanung für den kommenden Sommer, inklusive der Schlotterbeck-Personalie, gilt intern als entscheidender Prüfstein.

Auch Kehls Zukunft hängt am sportlichen Erfolg

Eng verknüpft mit Rickens Zukunft ist die Rolle von Sportdirektor Kehl. Erst vor rund einem Jahr verlängerte der Sport-Geschäftsführer dessen Vertrag. In den kommenden Monaten müssen beide zeigen, dass sie als Führungsteam funktionieren und gemeinsam eine klare sportliche Richtung vorgeben können.

Immerhin soll sich die Zusammenarbeit zwischen Ricken und Kehl zuletzt verbessert haben. Nachdem in der Vergangenheit teilweise unterschiedliche Vorstellungen aufeinanderprallten, arbeitet das Duo inzwischen enger zusammen.

Entscheidend wird nun sein, ob es ihnen gelingt, dem BVB sportlich wieder mehr Stabilität zu verleihen und den FC Bayern im Kampf um den Bundesliga-Titel in den kommenden Jahren ernshaft anzugreifen.


Weitere BVB-News lesen: