Die Gerüchte um einen möglichen Wechsel von Serhou Guirassy zu Fenerbahce nehmen offenbar weiter Fahrt auf. Schon seit mehreren Wochen wird der Stürmer von Borussia Dortmund intensiv mit dem türkischen Spitzenklub in Verbindung gebracht.
Nun sollen die Gespräche laut verschiedenen Medienberichten konkreter geworden sein.
BVB mit Mega-Preisschild
Demnach soll Präsidentschaftskandidat Aziz Yildirim bereits Kontakt zur Spielerseite aufgenommen haben. Die Berater von Guirassy sollen den Gesprächen grundsätzlich offen gegenüberstehen. Besonders interessant aus Sicht des BVB: Fenerbahce kann die festgeschriebene Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro offenbar nicht aktivieren, weshalb die Ablösesumme frei verhandelbar wäre.
Laut aktuellen Berichten würden die Dortmunder ihren Topstürmer allerdings nur bei einem außergewöhnlich hohen Angebot ziehen lassen. Demnach soll der BVB erst ab einer Summe von mehr als 40 Millionen Euro überhaupt gesprächsbereit sein. Fenerbahce versucht gleichzeitig offenbar weiterhin, die geforderte Ablöse etwas zu drücken.
BVB-Geschäftsführer Lars Ricken stellte zudem klar, dass die Dortmunder eigentlich keinen Abschied ihres Torjägers planen. "Wir haben keine Angebote für Serhou erhalten. Auch haben wir nicht die Absicht, ihn gehen zu lassen", erklärte Ricken gegenüber Funke Sport und betonte gleichzeitig den enormen sportlichen Wert des Angreifers für Borussia Dortmund.
Guirassy will offenbar abwarten
Auch intern scheint Borussia Dortmund die Situation aufmerksam zu beobachten. Sportdirektor Ole Book hatte zuletzt betont, dass Guirassy "sehr, sehr wichtig" für die Mannschaft sei, außergewöhnliche Angebote allerdings dennoch geprüft würden.
Sportlich wäre ein Abgang des Stürmers für den BVB nur schwer aufzufangen: In bislang 96 Pflichtspielen erzielte der Nationalspieler Guineas beeindruckende 60 Tore und krönte sich in der Saison 2024/25 mit 13 Treffern sogar zum Torschützenkönig der Champions League.
Guirassy selbst soll einem Wechsel in die Türkei grundsätzlich offen gegenüberstehen, laut Bild jedoch zunächst die Weltmeisterschaft abwarten wollen, bevor er eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft trifft.
Gut möglich also, dass der Transferpoker nach dem Turnier noch einmal deutlich an Fahrt aufnimmt – zumal dann offenbar auch weitere internationale Topklubs in das Rennen um den BVB-Torjäger einsteigen könnten.
