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BVB-Boss Cramer mit Spitze wegen Schlotterbeck

Auch nach dem Saisonende gibt es in Dortmund einiges zu bereden. Carsten Cramer sprach in einem Podcast über die Schlotterbeck-Klausel und BVB-Ikone Marco Reus.
Carsten Cramer ist seit November 2025 Sprecher der Geschäftsführung beim BVB
Carsten Cramer ist seit November 2025 Sprecher der Geschäftsführung beim BVB | DeFodi Images/GettyImages

Der Watzke-Nachfolger war im "TOMorrow Buisness Podcast" zu Gast und sprach mit dem Podcast-Host Tom Junkersdorf über aktuelle Themen, welche Borussia Dortmund umgeben. Selbstverständlich wurde auch die heiß diskutierte Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck angesprochen. Darüber hinaus sprach der Sprecher der BVB-Geschäftsführung unter anderem über Marco Reus und darüber, welche Pläne der Verein mit der Dortmunder Legende habe.

Cramer genervt vom Thema Ausstiegsklausel bei Schlotterbeck

"Die Ausstiegsklausel an sich als Stilmittel in Verträgen per se zu verdammen, ist okay, aber realitätsfremd."
Carsten Cramer

Angesprochen auf die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck und die im Arbeitspapier des Innenverteidigers verankerte Ausstiegsklausel, reagierte der BVB-Boss genervt und mit einer Spitze gegen die Medien: "Du bist jetzt der 23. oder 24. Journalist, der es nicht geschafft hat, die Vertragskonstellation zu einhundert Prozent zutreffend wiederzugeben."

Die entsprechende Klausel soll es dem deutschen Nationalspieler nach übereinstimmenden Informationen ermöglichen, die Schwarz-Gelben trotz seiner Verlängerung bis 2031 noch in diesem Sommer zu verlassen. Diese Vereinbarung gelte dabei nur für ausgewählte Top-Klubs, zu denen vermeintlich der FC Barcelona, Real Madrid sowie der FC Liverpool gehören.

Im Gespräch gab Cramer klar zu verstehen, dass derartige Klauseln im heutigen Profifußball einfach dazu gehören: "Die Ausstiegsklausel an sich als Stilmittel in Verträgen per se zu verdammen, ist okay, aber realitätsfremd. Es wird immer mal wieder Situationen geben, in denen man auf besondere Vertragsrahmenbedingungen eingehen muss."

Reus-Zukunft beim BVB

"Er wird zukünftig weiter als Botschafter für den BVB arbeiten, völlig unabhängig davon, ob er in den USA leben wird oder zurück ins Ruhrgebiet kommt."
Carsten Cramer

Neben Nico Schlotterbeck wurde auch die Dortmunder Legende Marco Reus angesprochen. Wie Cramer bestätigt, ist die Beziehung des Vereins zum 36-Jährigen, welcher seine Karriere in der amerikanischen MLS ausklingen lässt, weiterhin intakt: "Der Kontakt ist nie abgerissen. Marco ist ein Dortmunder Junge. Er hat eine riesige Strahlkraft - nicht nur für den BVB, sondern für den deutschen Fußball."

Wenig verwunderlich ist es, dass es im Interesse der Schwarz-Gelben ist, auch zukünftig mit dem ehemaligen Kapitän zusammenzuarbeiten: "Davon weiter zu profitieren, gemeinsam ein paar Dinge zu machen, natürlich verstärkt, wenn er seine Karriere beendet, das können wir uns gut vorstellen."

"Da kenne ich aber noch nicht seinen Plan, weil er eher von Saison zu Saison denkt", gestand Cramer. Für den Sprecher der BVB-Geschäftsführung ist aber klar: "Er wird zukünftig weiter als Botschafter für den BVB arbeiten, völlig unabhängig davon, ob er in den USA leben wird oder zurück ins Ruhrgebiet kommt."


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