Skip to main content

Bundesliga-Trainer gibt vollmundiges Nicht-Abstiegs-Versprechen

Trotz einer überaus holprigen Vorbereitung und Kader-Problemen legt sich René Wagner unmissverständlich auf den Klassenerhalt fest.
Geht trotz personeller Engpässe extrem selbstbewusst in die neue Saison: Kölns Cheftrainer René Wagner
Geht trotz personeller Engpässe extrem selbstbewusst in die neue Saison: Kölns Cheftrainer René Wagner | picture alliance/GettyImages

Der 1. FC Köln startet am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim in die neue Bundesliga-Spielzeit. Die sportlichen Vorzeichen in der Domstadt könnten dabei durchaus besser sein. Die Vorbereitung verlief extrem schleppend, und die personellen Sorgen bereiten den Verantwortlichen großes Kopfzerbrechen.

Doch René Wagner, der das Team im März 2026 nach dem Aus von Lukas Kwasniok übernahm, den Klassenerhalt sicherte und nun bis 2028 unter Vertrag steht, lässt sich davon nicht beirren. Gegenüber der Bild gab der 38-jährige Cheftrainer nun ein bemerkenswertes und mutiges Versprechen an die eigenen Fans ab. Der Abstieg, so Wagner, sei in dieser Saison überhaupt kein Thema.

"Der Kader, der da ist, ist für die Bundesliga tauglich."
René Wagner (Bild)

Verletzungen und späte Transfers

Dabei hätte der Sommer am Geißbockheim deutlich ruhiger verlaufen können. Zwar gelang den Kölnern mit der viel umjubelten Vertragsverlängerung von Top-Star Said El Mala ein echter Coup, der in der ganzen Stadt gefeiert wird. Doch ansonsten hakt es gewaltig im personellen Getriebe.

Der Abgang von Jakub Kaminski, der in der vergangenen Spielzeit der beste Kölner war und nun für Benfica Lissabon aufläuft, konnte bislang nicht adäquat kompensiert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass wichtige Neuzugänge noch nicht bei einhundert Prozent sind.

Neu-Anführer Ellyes Skhiri stieß nach seinem Transfer viel zu spät zur Mannschaft und ist, genau wie Angreifer Thijs Dallinga, aktuell noch kein Kandidat für die Startelf. Zu allem Überfluss fällt mit Luca Waldschmidt, der über muskuläre Beschwerden klagt, der einzige etatmäßige Spielmacher vorerst aus. Auf den Außenbahnen muss Wagner notgedrungen mit Jan Thielmann und Linton Maina improvisieren – eine Taktik, die in der Vergangenheit schon oftmals schiefging.

Klare Ansage des Cheftrainers

Trotz dieser angespannten personellen Ausgangslage strotzt der Kölner Coach vor Selbstvertrauen. "Der Kader, der da ist, ist für die Bundesliga tauglich und mit dem werden wir in die Saison gehen", betonte der ehemalige Co-Trainer von Steffen Baumgart im Interview mit der Bild.

Er legte sogar noch nach und versprach feierlich: "Wir haben die klare Überzeugung, dass wir mit dieser Mannschaft die Klasse halten werden. So gehen wir in jedes Spiel rein." Man werde am Samstag gegen die Kraichgauer zwingend auf dem Platz stehen und bedingungslos Vollgas geben.

Die Hoffnung ruht auf El Mala

Auf seinen genialen Momenten ruhen einmal mehr die großen Kölner Hoffnungen: Top-Talent Said El Mala
Auf seinen genialen Momenten ruhen einmal mehr die großen Kölner Hoffnungen: Top-Talent Said El Mala | picture alliance/GettyImages

Dieses selbstbewusste Nicht-Abstiegs-Versprechen soll als Mutmacher für die eigene Kabine dienen. Schließlich war der Kölner Auftritt beim knappen 2:1-Pokalerfolg gegen die Würzburger Kickers spielerisch mehr als mau, und auch ein Testspiel gegen den SC Paderborn ging zuvor in die Hose.

Doch Wagners eiserne Überzeugung steht unerschütterlich. "Daran wird auch ein Spiel in Würzburg jetzt nichts verändern und auch ein Freundschaftsspiel gegen Paderborn nicht", wischte er die jüngsten sportlichen Rückschläge in der Bild resolut beiseite.

Fakt ist jedoch, dass das Auftaktprogramm mit Duellen gegen Hoffenheim und Anfang September auswärts beim amtierenden Vizemeister VfB Stuttgart extrem knackig ist. Aufgrund der fehlenden Breite im Kader werden die Kölner Fans daher wohl mehr denn je auf geniale Momente ihres Top-Talents El Mala hoffen müssen. Wagner bleibt dennoch kämpferisch: "Wir werden die richtigen Mittel und Wege finden, den Hoffenheimern weh zu tun."


Weitere Köln-News lesen:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu