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Budget, Wunschspieler, Star-Verkäufe: Das ist Dortmunds Transferplan

Für die Transferphase im Sommer stehen dem neuen Sportdirektor Ole Book nur begrenzte Mittel zur Verfügung.
Ole Book ist ab sofort für die Transfers beim BVB zuständig
Ole Book ist ab sofort für die Transfers beim BVB zuständig | picture alliance/GettyImages

Die Trennung von Sebastian Kehl und Borussia Dortmund kam nicht nur überraschend, sondern auch zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Schließlich befand sich der 45-Jährige mitten in den Vorbereitungen auf den Transfersommer und in den Verhandlungen mit Nico Schlotterbeck – bei dem eine Verlängerung weiter auf sich warten lässt.

Viel zu tun also für den neuen Sportdirektor Ole Book, den der BVB laut Sport Bild gegen eine Ablöse von gerade einmal 300.000 Euro von der SV Elversberg loseiste. An der Strobelallee hat er dabei zwar mehr Ressourcen zur Verfügung als bei der SVE, allerdings wird er im Sommer kreativ werden müssen.

25 Millionen für den Sommer?

Die Sport Bild berichtet weiter, dass dem neuen Sportdirektor ohne Spielerverkäufe ein Budget von 25 Millionen Euro hat, das er ausgeben kann. Angesichts der vielen Baustellen, die sich im Sommer auftun, ist das recht wenig.

Der Plan, im Sommer zwei Unterschiedspieler zu verpflichten, die die Kaderqualität von Tag eins an sofort erhöhen, steht schließlich weiterhin. Dabei richten die Schwarz-Gelben ihren Blick wohl ins defensive Mittelfeld und auf den Flügel.

Zudem muss eventuell noch ein Nachfolger für Serhou Guirassy gefunden werden, der immer wieder mit einem Abschied kokettiert. Hier soll Nicolo Tresoldi ein Thema sein, der 21-Jährige würde mit einer geschätzten Ablöse von 25 bis 30 Millionen Euro jedoch das gesamte Transferbudget schlucken. Was auch für Fisnik Asllani gelten würde, der per Ausstiegsklausel aus Hoffenheim zu haben ist und den Book bereits nach Elversberg holte.

Adeyemi vor Verkauf?

Es braucht also Spielerverkäufe, wenn der BVB im Sommer den geplanten Umbruch vollziehen will. Heißester Kandidat hierfür ist neben Guirassy mittlerweile Karim Adeyemi. Der 24-Jährige, der unter Niko Kovac zuletzt seinen Stammplatz verlor, sei sportlich ersetzbar, weshalb er im Sommer verkauft werden soll.

Rund 50 Millionen Euro erhofft sich die Borussia für den Flügelstürmer, abzüglich Berater-Honoraren und anderen Abgaben würde sich dadurch das Transferbudget auf 50 bis 55 Millionen Euro erhöhen.

Zudem kommen den Schwarz-Gelben die Abgänge von Julian Brandt, Salih Özcan und Niklas Süle zugute, wodruch der BVB insgesamt 25 Millionen Euro an Gehältern einspart. Weil gleichzeitig junge Spieler wie Justin Lerma oder Kaua Prates nachrücken und Akteure wie Emre Can einer Gehaltsreduzierung zugestimmt haben, hat Book im Sommer insgesamt 20 Millionen Euro, die er in neue Gehälter investieren kann – Dortmund ist in der Theorie also sofort handlungsfähig.

Generell werden viele Augen auf Book und den BVB gerichtet sein – schließlich erhoffen sich viele durch den Wechsel auf der Sportdirektor-Position auch einen frischen Wind bei den Transfers. Im Sommer wird man sehen, ob sich diese Hoffnungen erfüllen.

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