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Brisante Musiala-Aussagen: Bayern-Boss kritisiert Kahn scharf

Bayern-Präsident Herbert Hainer hat Oliver Kahn für seine Aussagen über Jamal Musiala in Bezug auf die WM die Leviten gelesen.
Herbert Hainer hat zu der Diskussion rund um Jamal Musiala eine klare Meinung.
Herbert Hainer hat zu der Diskussion rund um Jamal Musiala eine klare Meinung. | S. Mellar/GettyImages

Es waren verwundernde Aussagen, die Oliver Kahn in der Sky-Sendung Triple – Der Hagedorn-Fußballtalk traf. Der frühere Funktionär von Bayern München legte Jamal Musiala einen WM-Verzicht nahe. Der Grund: Fehlende Top-Form.

"Wenn ich spüre, irgendwas stimmt nicht in meinem Spiel – vielleicht bin ich noch nicht bereit, in die Zweikämpfe zu gehen – dann muss ich an mir arbeiten, bis ich wieder bereit bin. Ich als Profi muss denken: Ich muss erst mein altes Level wieder erreichen, und dann kann ich über Weltmeisterschaften und über die großen Sachen nachdenken", erklärte Kahn auf die Frage, ob Musiala über eine WM-Absage nachdenken sollte.

Das Echo darauf war gewaltig. Lothar Matthäus bezeichnete die Aussagen als "überflüssig" und schoss weitere Giftpfeile in Richtung des ehemaligen Titanen. Musiala selbst erklärte nach dem 5:0-Sieg gegen den FC St. Pauli unmissverständlich, dass er selbstverständlich zur WM fahren wolle.

Hainer stellt sich schützend vor Musiala

"Die Aussage von Oliver Kahn verstehe ich überhaupt nicht. Jeder Fußballer will zur WM. Und wenn Jamal fit ist, ist er einer der absolut Besten, den wir in Deutschland haben."
Herbert Hainer (Bild)

Jetzt hat sich auch Bayern-Präsident Herbert Hainer zu der Debatte geäußert – und Kahn dabei sehr deutlich und sehr scharf kritisiert. "Die Aussage von Oliver Kahn verstehe ich überhaupt nicht. Jeder Fußballer will zur WM. Und wenn Jamal fit ist, ist er einer der absolut Besten, den wir in Deutschland haben. Jede Mannschaft der Welt möchte so einen im Team haben", erklärte der 71-Jährige gegenüber der Bild.

Wie auch schon Musiala selbst, mahnte auch Hainer zu mehr Geduld: "Spiel für Spiel wird er weiter in Form kommen, und wir haben uns alle gefreut, dass er jetzt das historische 101. Tor geschossen hat. Das hatte er sich verdient. Jamal spielt mit so viel Freude. Wenn er fit und gesund bleibt, muss er zu WM."

Kahn macht sich immer weniger Freunde

Dass ausgerechnet Hainer so giftig auf die Aussagen reagiert, verwundert auf den zweiten Blick nicht. Zum einen schätzt er Musiala sehr, zum anderen sollen er und Kahn schon während ihrer gemeinsamer Zeit bei Bayern nicht das beste Verhältnis miteinander gehabt haben.

Kahn hat sich mit seinen Aussagen bei Bayern also noch weniger Freunde gemacht, als er nach seinem Abgang 2023 ohnehin schon hatte. Die beste Antwort auf die Behauptungen des 52-Jährigen kann Musiala dabei auf dem Platz geben – am besten schon am Mittwoch gegen Real Madrid im Rückspiel der Champions League.

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