Brandt als Dominostein? Dem BVB droht ein Kaderzerfall

Der Abgang von Julian Brandt könnte nur ein Vorbote für den Sommer gewesen sein – es droht ein XXL-Umbruch.
Das Gesicht von Borussia Dortmund könnte sich in der neuen Saison drastisch verändern
Das Gesicht von Borussia Dortmund könnte sich in der neuen Saison drastisch verändern | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

So überraschend für viele auch der Abschied von Julian Brandt bei Borussia Dortmund war, er war sportlich doch nachvollziehbar. In sieben Jahren schaffte der 29-Jährige nie wirklich den Schritt zu einem Leistungsträger, der konstant gute Performances abliefert.

Zu oft tauchte Brandt ab und agierte vielmehr konstant inkonstant. Die BVB-Verantwortlichen um Sebastian Kehl und Lars Ricken wollen im Sommer also einen frischen Neustart – doch den könnte es nicht nur auf der Zehner-Position geben, sondern im ganzen Kader.

Zerbricht die Borussia?

Die Bild mutmaßt, dass der Abschied von Brandt nur ein Vorbote für das gewesen ist, was im Sommer passieren wird. Vielmehr könnte der BVB-Kader in der kommenden Transferperiode komplett zerbrechen.

Schließlich ranken sich um gleich mehrere Schlüsselspieler Abschiedsgerüchte. Ganz vorne steht dabei Serhou Guirassy, der bei Teams aus Saudi-Arabien hoch im Kurs steht. Laut der Bild will sich der 29-Jährige bis zum Mai entscheiden, ob er wechselt oder mit Dortmund auch in der nächsten Saison auf Titeljagd geht.

Verzwickter ist die Lage bei Felix Nmecha. Den bis 2028 laufenden Vertrag wollen die Schwarz-Gelben unbedingt verlängern – und das sogar um die maximale Laufzeit, also bis 2031. Doch ob der 25-Jährige dabei mitspielt, steht auf einem anderen Blatt.

Längst hat sich der dynamische Mittelfeldspieler auf den Wunschzettel von englischen Top-Klubs wie Manchester City und Manchester United gespielt. Zudem hat der BVB für den Fall der Fälle schon vorgesorgt und Nmecha ein Preisschild von 70 Millionen Euro umgehängt.

Auch Adeyemi vor Abschied?

Und auch bei Karim Adeyemi sieht es immer mehr nach einem Abschied aus. Der 24-Jährige soll aufgrund seiner zuletzt kleiner gewordenen Rolle immer unzufriedener sein und sich deshalb immer konkreter mit einem Wechsel im Sommer beschäftigen.

Bevorzugtes Ziel beim Flügelstürmer ist wie bei Nmecha die Premier League – und wie bei Nmecha hat Manchester United auch bei Adeyemi seinen Hut in den Ring geworfen. Passend dazu herrscht in den Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung seit Wochen Stillstand.

XXL-Umbruch?

Es könnte also wirklich knüppeldick kommen für den BVB, der darüber hinaus immer noch um die Zukunft von Nico Schlotterbeck bangt. Der 26-Jährige hat sich noch immer nicht entschieden, ob er seinen Vertrag verlängert, auch hier ziehen sich die Verhandlungen bereits seit Monaten.

Im schlimmsten Fall könnten die Schwarz-Gelben im Sommer also ihre komplette Achse an Führungsspielern verlieren. Diese auch nur ansatzweise zu ersetzen, wird eine echte Herkulesaufgabe für Kehl und Ricken.

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