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Borussia Mönchengladbach: 3 Hot Takes zur neuen Saison

Die neue Spielzeit wird mit einem Schweden-Duo und einer spannenden Fohlen-Elf deutlich erfreulicher als die vergangene.
Harmonieren hervorragend: Wael Mohya, Hugo Bolin (r.) und Isac Lidberg (l.)
Harmonieren hervorragend: Wael Mohya, Hugo Bolin (r.) und Isac Lidberg (l.) | Christian Verheyen/GettyImages

Bei Borussia Mönchengladbach hat das Mittelmaß mittlerweile Tradition. Auf ein Übergangsjahr folgt das nächste - und statt mal wieder nach oben zu schauen, mussten sich die Gladbach-Fans zwischenzeitlich sogar auf Abstiegskampf einstellen. Dass die vergangene Saison am Ende doch recht ungefährdet austrudelte, lag vor allem an der Schwäche der drei Absteiger. Bei den Fohlen standen nach 34 Spieltagen nur 38 Punkte und Platz zwölf zu Buche. In welche Richtung schlägt das Pendel in der Saison 2026/27?

Wir nennen vor dem Bundesligastart drei Hot-Taktes zur Borussia. Geht ihr mit?

Gladbach spielt wieder um Europa

Eins direkt vorneweg: Es geht wieder bergauf! Gladbach entwickelt in der kommenden Saison wieder ein kleines Stück Fohlenelf-Identität mit aufregenden, jungen Spielern - und einem Trainer, der genau dazu passt.

Eugen Polanski hat in der zweiten Mannschaft der Gladbacher jahrelang Talente gefördert. Das gelingt ihm nun auch bei den Profis mit spannenden Youngstern wie Wael Mohya, Hugo Bolin oder Jan Leszczyński, zwischen denen die Chemie stimmt. In der vergangenen Saison hätten neun Punkte mehr für einen Platz im internationalen Geschäft gereicht. Diese fehlenden Zähler holt Gladbach in der kommenden Saison. Und dann muss die Mannschaft in den entscheidenden Momenten das Glück auf ihrer Seite haben - oder einen erfahrenen Top-Joker in der Hinterhand. Wir trauen es der Borussia zu, und hier lest ihr, warum ...

Schweden-Duo sammelt 35+ Scorerpunkte & Kleindienst wird Top-Joker

Zum Ende der vergangenen Spielzeit hat er es bereits angedeutet - und in der Vorbereitung auf die neue Saison spielte er sich endgültig in den Vordergrund: Hugo Bolin, der im Winter leihweise von Malmö FF gekommen war und nun fest verpflichtet wurde, hat sich einen Platz in der Startformation von Trainer Eugen Polanski mit Spielfreude und Torgefahr verdient. Beim 5:0 im DFB-Pokal bei Schott Mainz (zugegeben ein Oberligist) traf der 23-Jährige zwei Mal selbst und bereitete ein weiteres Tor vor.

Er wird in der kommenden Saison der Dreh- und Angelpunkt im Gladbacher Spiel und 18 Scorerpunkte mit einer ähnlichen Verteilung sammeln, wie sie Maximilian Beier in der vergangenen Spielzeit hatte. Der Dortmunder kam auf neun Tore und neun Vorlagen.

Hugo Bolin bejubelt seinen ersten Bundesliga-Treffer
Hugo Bolin bejubelt seinen ersten Bundesliga-Treffer | Dean Mouhtaropoulos/GettyImages

Abnehmer für Bolins Assists wird häufig Isac Lidberg (27) sein. Bolins schwedischer Landsmann wird von der Verletzungsanfälligkeit von Tim Kleindienst profitieren und die gute Harmonie mit Bolin nutzen, um sich spätestens in der Rückrunde einen Stammplatz zu ergattern. Wenn es so gut läuft wie erwartet, wird Kapitän Kleindienst sich in den Dienst der Mannschaft stellen und als Top-Joker das Faustpfand im Saisonendspurt. Lidberg kommt dagegen auf eine ähnliche Bilanz wie zuletzt Haris Tabakovic, der auf 13 Tore und vier Vorlagen kam.

Leszczyński verdreißigfacht seinen Marktwert

Um tatsächlich eine gute Rolle in der Bundesliga zu spielen, reicht nicht nur eine wirbelnde Offensive. Auch defensiv muss es passen. Dafür holte die Borussia zuletzt Ko Itakura von Ajax Amsterdam zurück. Auf den Japaner wartet allerdings große Konkurrenz: Jan Leszczyński hat sich in der Vorbereitung in Windeseile vom Perspektivspieler zur echten Option für die Startformation gemausert.

Vielversprechendes Talent bei den Fohlen: Jan Leszczyński
Vielversprechendes Talent bei den Fohlen: Jan Leszczyński | Christian Verheyen/GettyImages

Es ist nicht ausgeschlossen, dass Leszczyński wie im DFB-Pokal auch beim Bundesliga-Auftakt das in den vergangenen Wochen aufgebaute Vertrauen durch eine Startelfnominierung ausgezahlt bekommt. Polanski schwärmte ausdrücklich von der Arbeitsmoral des 19-Jährigen, der im Sommer für drei Millionen Euro von Legia Warschau kam. Diese wird ihm helfen, sich schnell weiterzuentwickeln.

Spätestens im Januar, wenn Kevin Diks bei der Asien-Meisterschaft weilt (Itakura hat angekündigt, zu verzichten), schlägt die Stunde des Polen, dessen Marktwert sich bis zum Saisonende von aktuell 600.000 Euro (Quelle: transfermarkt.de) auf 18 Millionen Euro verdreißigfacht. Zum Vergleich: Der gleichaltrige Joane Gadou von Borussia Dortmund steht zu Saisonbeginn bei einem Marktwert von 20 Millionen Euro.


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