Ausgerechnet vor den richtungsweisenden Wochen der Wahrheit muss Trainer Vincent Kompany beim FC Bayern München weiter auf einen seiner wichtigsten Unterschiedsspieler verzichten. Während an der Säbener Straße bis zuletzt leise Hoffnung bestand, dass sich das Lazarett rechtzeitig für die anstehenden Topspiele lichtet, herrscht seit Montag bittere Gewissheit: Für Offensiv-Juwel Jamal Musiala kommt ein Blitz-Comeback in dieser Woche noch zu früh.
Wie Sky Sport berichtet, konnte der 23-jährige Ausnahmekönner auch zum Wochenstart noch nicht wieder ins reguläre Mannschaftstraining des deutschen Rekordmeisters einsteigen. Stattdessen absolvierte die Nummer zehn der Münchner lediglich ein individuelles Aufbauprogramm auf dem Rasen. Damit steht fest, dass der Offensiv-Wirbler sowohl den Champions-League-Kracher am Mittwoch gegen den FC Arsenal als auch das anschließende Bundesliga-Spitzenspiel am Sonntag beim SC Freiburg definitiv verpassen wird.
Kein Risiko nach dem DFB-Schock im September
Für Kompany wiegt der Ausfall vor allem mit Blick auf die Königsklasse doppelt schwer: Da gegen die Gunners bereits Flügelstürmer Michael Olise nach seinem Platzverweis in Stavanger gesperrt fehlt, bricht den Bayern gegen das englische Abwehrbollwerk ein weiterer kreativer Dosenöffner weg.

Dennoch sind sich die medizinische Abteilung und die sportliche Führung um Max Eberl einig, bei ihrem wertvollen Offensiv-Akteur keinerlei Risiko einzugehen. Musiala hatte sich am 24. September unmittelbar vor dem Anpfiff des Länderspiels in den Niederlanden – dem Debüt von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp – beim Aufwärmen einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Eine zu frühe Belastung in hochintensiven Topspielen könnte eine noch längere Zwangspause nach sich ziehen.
Der Comeback-Fahrplan: Alles auf den BVB-Klassiker ausgerichtet
Hinter den Kulissen haben die Verantwortlichen stattdessen einen klaren Stufenplan für die Rückkehr des Nationalspielers entworfen. Sollte die Oberschenkelmuskulatur auf die gesteigerte Belastung in den kommenden Tagen problemlos reagieren, visieren die Münchner ein Comeback in der letzten Oktober-Woche an.
Am Mittwoch, den 28. Oktober, gastiert der Rekordmeister in der 2. Runde des DFB-Pokals beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg. Diese Partie gilt intern als ideales Szenario, um Musiala über einen Kurzeinsatz wieder behutsam an die Wettkampfhärte heranzuführen. Das große Ziel ist klar definiert: Wenn nur drei Tage später an Halloween (31. Oktober) der deutsche Klassiker gegen Borussia Dortmund in der Allianz Arena steigt, soll der Musiala wieder bei 100 Prozent sein.
