Kann der 1. FC Köln auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg bestehen? Nach der schwachen Rückrunde und angesichts drohender Abgänge von Stars wie Said El Mala oder Jakub Kaminski machen sich die ersten Fans ernsthafte Sorgen um die Bundesliga-Tauglichkeit ihres Vereins. Fest steht: Auch in der kommenden Saison wird es für die Geißböcke in erster Linie um den Klassenerhalt gehen.
Auch die Verantwortlichen sehen derzeit keinen Grund, große Euphorie zu entfachen. In der Domstadt gibt man sich rund um das Saisonziel bewusst zurückhaltend, auch wenn der eine oder andere viel lieber von höheren Zielen träumen würde. Laut Bild ist das interne Ziel, sich im Vergleich zum 14. Rang zumindest um einen Platz zu verbessern.
"Das hört keiner gerne und das tut mir auch leid. Ich bin froh, wenn wir nächste Saison die Klasse halten", erklärt Vizepräsident Ulf Sobek. Er verweist vor allem auf die finanzielle Situation innerhalb der Liga. "Wir müssen uns nicht kleiner machen als wir sind. Wir dürfen uns aber auch nicht unnötig erhöhen. Die Lücke zu den Plätzen, wo wir hinwollen, liegt im zweistelligen Millionenbereich allein bei Gehältern. Wenn wir die nackten Zahlen sehen, sind ein oder zwei Plätze besser am Ende realistisch. Und wir wollen eine realistische Erwartungshaltung an die Saison haben. Es ist unser Weg, Schritt für Schritt hochzugehen."
Wagner hält sich zurück, will aber "zu Hause immer aktiv sein"
In dieselbe Kerbe schlug zuletzt auch René Wagner, der trotz einer schwachen Punkteausbeute als Interimstrainer auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie der Geißböcke stehen wird. "Es geht um den Klassenerhalt. In den ersten Spielen und in der ganzen Saison", erklärte der 37-Jährige, betonte aber zugleich: "Wir wollen vor allem zu Hause immer aktiv sein. Wir wollen Spiele gewinnen, attackieren, die anderen Mannschaften unter Druck setzen und dafür sorgen, dass es Spaß macht, zuzuschauen."
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