Bittere Klausel bei Kölns Leihstar Kaminski enthüllt
Von Franz Krafczyk

Seit seiner Leihe im Sommer gehört Jakub Kaminski zu den wenigen Spielern des 1. FC Köln, die für Trainer Lukas Kwasniok unverzichtbar sind. In allen 23 Spielen stand der Pole in der Startelf, zu Saisonbeginn noch meist auf seiner Lieblingsposition auf den offensiven Außen. Seit Herbst setzt Kwasniok ihn jedoch auch auf anderen Positionen, wie im zentralen Mittelfeld, ein. Das führte dazu, dass zu seinen fünf Saisontreffern seit Ende November kein weiterer hinzukam.
Trotz der Durststrecke ist der Wert des 23-Jährigen nicht von der Hand zu weisen, weshalb es lediglich Formsache scheint, dass der Effzeh ihn über die Saison hinaus an sich bindet. Zwar endet Kaminskis Leihe im Sommer, doch laut kicker besitzen die Kölner eine Kaufoption zum Schnäppchenpreis von 5,5 Millionen Euro.
Diese wird Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler aller Voraussicht nach ziehen, und doch ist die Zukunft von Kaminski damit nicht vollständig geklärt. Denn wie der kicker weiter berichtet, wäre im neuen Vertrag des Offensivspielers eine Ausstiegsklausel verankert, durch die er die Rheinländer theoretisch sofort wieder verlassen könnte.
Köln als neue sportliche Heimat: Ergibt ein Wechsel für Kaminski überhaupt Sinn?
Ob ein sofortiger Abschied auch in Kaminskis Interesse wäre, ist jedoch eine andere Frage. In Köln hat er nach einem enttäuschenden Kapitel beim VfL Wolfsburg endlich eine sportliche Heimat gefunden. Dort erhält er das uneingeschränkte Vertrauen des Trainers und hat sich zudem schnell eingelebt. Ein Wechsel zu einem größeren Klub wäre für Kaminski, sofern im Sommer überhaupt Offerten eintreffen sollten, mit einem großen Risiko verbunden.
Allerdings könnte Kaminski, der vor allem durch seinen enormen Fleiß im Kölner Trikot auffällt, mit starken Leistungen bis zum Saisonende weiter auf sich aufmerksam machen. Auch die WM im Sommer könnte er als Plattform nutzen, sofern er sich mit der polnischen Nationalmannschaft für das Turnier qualifiziert. In den Playoffs Ende März trifft unser Nachbarland zunächst auf Albanien und im möglichen Finale auf Schweden und die Ukraine. Neben dem Kampf um den Klassenerhalt in der Domstadt wird Kaminskis voller Fokus auch auf diesen Partien liegen.
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