Skip to main content

Bischof drängt sich auf: Müssen Pavlovic und Kimmich um ihren Stammplatz bangen?

Beim FC Bayern spielt sich Tim Bischof zurzeit in den Fokus. Zugleich ist er im Mittelfeldzentrum eingeplant. Droht Aleksandar Pavlovic und Joshua Kimmich nun häufiger ein Bankplatz?
Tom Bischof spielt sich zurzeit in den Fokus
Tom Bischof spielt sich zurzeit in den Fokus | S. Stingl/GettyImages

Nach ihrem verlängerten WM-Urlaub haben sich auch Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic über die letzten Testspiele wieder beim FC Bayern angemeldet. Beim 2:1-Sieg über Aston Villa am Freitag stand mit Pavlovic wieder erstmals einer der beiden in der Startelf. Zuvor waren sie über kürzere Einsätze eingewechselt worden.

In der Zwischenzeit hat sich mit Tom Bischof jedoch einer ihrer Teamkollegen und auch Positions-Konkurrenten in den Fokus spielen können. Nach dem Abgang von Leon Goretzka und während die zwei WM-Fahrer noch nicht wieder vollumfänglich eingesetzt wurden, konnte der 21-Jährige auf sich aufmerksam machen. Besonders gegen Aston Villa wusste er zu überzeugen, weshalb er im Netz auch viel Lob von den Münchener Fans erntete.

Kompany plant mit Bischof auf der Sechs – Startelf würde Bank für Pavlovic oder Kimmich bedeuten

Bischof spielt sich in der bisherigen Vorbereitung also weiter in den Fokus. Zugleich scheint zur neuen Saison etwas anders mit ihm geplant zu werden. Hat er in der letzten Saison vorrangig als Rotationsspieler und zuweilen sogar als Linksverteidiger ausgeholfen, soll er nun für seine Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld eingeplant sein.

"Ich weiß, dass ich für die Sechs, für das Zentrum eingeplant bin", reagierte Bischof jüngst auf eine Nachfrage, ob Vincent Kompany ihn wieder als Lückenstopfer oder in seiner regulären Rolle einsetzen werde. "Aber trotzdem weiß der Trainer, dass ich für alles offen bin", fügte er noch hinzu. Zuvor hatte er auch schon angekündigt, in der bevorstehenden Spielzeit "den nächsten Schritt" machen zu wollen.

Tom Bischof
Bischof im Einsatz gegen Aston Villa | S. Stingl/GettyImages

Während Bischof also in seinem Selbstverständnis und auch durch seine Leistungen an die Türen der Startelf klopft, kommt ein durchaus brisantes Thema auf. Denn: Sollte er in der ersten Elf stehen und von Beginn an aufspielen dürfen, so müsste mit Pavlovic oder Kimmich ein bisher klar gesetzter Stamm- und auch Nationalspieler weichen und den Bankplatz einnehmen. Immerhin wird Kompany, insofern er weiterhin auf eine Doppelsechs vor der Abwehrreihe setzt, maximal zwei dieser Zentrumspositionen zu vergeben haben.

In einem solchen Szenario würde sich dann wiederum die Frage stellen, ob Pavlovic und Kimmich ihre zumindest zwischenzeitliche Verdrängung ruhig hinnehmen würden, sollte Bischof ab und zu oder gar öfters in der Startelf stehen.

Bischof wird vermutlich der erste Einwechselspieler für das Pavlovic-Kimmich-Zentrum sein

Doch bei allem Ehrgeiz, Selbstvertrauen und den guten Leistungen von Bischof muss eines bedacht werden: Schlussendlich dürfte es am wahrscheinlichsten sein, dass er derjenige sein wird, der weiter hinter Pavlovic und Kimmich anstehen und dann auf Rotation in der Startelf durch die Mehrfachbelastung hoffen muss. Das mag ärgerlich und je nachdem, wie die zwei A-Nationalspieler in die Saison starten, vielleicht auch nicht gerade leistungsgerecht sein. Doch wäre es überraschend, würde Kompany mit dem bisherigen Standing im Bayern-Zentrum derart deutlich brechen.

Den Konkurrenzkampf scheut Bischof jedenfalls nicht, er sieht ihn auch im Sinne der Mannschaft als Vorteil: "Im Zentrum spornen Pavlo, Jo Kimmich und ich uns gegenseitig an. Jeder will spielen, dadurch werden alle besser und das hilft der ganzen Mannschaft. Ich traue mir diese Rolle definitiv zu."


Weitere Nachrichten rund um den FC Bayern:

Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu