Am 18. September ist es soweit: Dann wird die Frauen-Bundesliga (FBL) offiziell vom DFB ausgegliedert und ist wie die Männer-Bundesliga eigenständig. Zwar muss der Verband der Ausgliederung formal noch zustimmen, dieser Schritt gilt jedoch als Formsache.
Dies ist insofern überraschend, da es in den letzten Wochen in den Verhandlungen noch einen großen Stolperstein gab, der laut der Sport Bild mittlerweile allerdings aus der Welt geschafft ist – und der Frauen-Bundesliga ordentlich Geld einbringt.
Geldregen für die FBL
Konkret ging es dabei um den Ausrüstervertrag, den der DFB mit Nike geschlossen hatte und der zum 1. Januar 2027 gültig wird. Der US-Sporthersteller stellt dann den offiziellen Spielball über sieben Saisons und zahlt dafür jährlich rund 500.000 Euro.
Doch das wollten die Vereine so nicht übernehmen, da Adidas aktuell 1,5 Millionen Euro pro Saison zahlt, weshalb noch einmal Nachverhandlungen notwendig waren. Das Ergebnis: Der Vertrag mit Nike wird von sieben auf vier Jahre verkürzt, die Summe, die der Sporthersteller zahlt bleibt allerdings gleich.
Ebenfalls wichtig: Nike stellt der FBL ein Darlehen zur Verfügung. Hierbei nahm man sich ein Vorbild an der Bundesliga, die bei Bedarf auf 100 Millionen Euro von Adidas zugreifen kann.
Europas Nummer zwei?
Es geht also einiges voran im deutschen Frauenfußball, der im Herbst die TV-Rechte ab der Saison 2027/28 ausschreiben lässt. Diese sind auf zwei Jahre befristet, um dann ab 2030 durch eine neue Rechtevergabe und einen neuen Ausrüstervertrag noch mehr Geld zu generieren.
Spannend: Im Fokus steht in den kommenden vier Jahren die größere Sichtbarkeit und Reichweite von Frauenfußball. Dafür soll auch über Modusänderungen wie Meister-Playoffs oder eine Relegation nachgedacht werden, wenn die Sender, die die TV-Rechte erwerben, dies wünschen.
Intern soll man laut der Sport Bild das Ziel gefasst haben, international zur klaren Nummer zwei hinter der englischen Womens Super League aufzusteigen. Die Hauptkonkurrenten sind hier Spanien, Frankreich und Italien, die zahlreich in der aktuellen Womens Champions League vertreten sind. Ein Problem für Deutschland, wo nur die Frauen des FC Bayern die Fahne hochhalten.
Dennoch: Die Vision ist da. Und kommt wirklich alles so, wie es sich das FBL Präsidium aus Frankfurts Frauenfußball-Direktorin Katharina Kiel, Bremens Geschäftsführer Klaus Fillbry und Bayerns Vizepräsident Veronica Saß vorgestellt hat, dann blickt der deutsche Frauenfußball einer positiven Zukunft entgegen.
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