Das Toreschießen war in dieser Saison das große Problem von Werder Bremen. Gerade einmal 37 Treffer erzielten die Grün-Weißem bisher, das ist die drittschlechteste Offensive der gesamten Bundesliga.
Das hat auch mit der schlechten Kaderplanung zu tun. Victor Boniface sollte die Sturmprobleme an der Weser quasi im Alleingang lösen, war jedoch öfter verletzt, als dass er auf dem Platz stand. Um denselben Fehler nicht noch einmal zu machen, wollen Fußball-Geschäftsführer Clemens Fritz und Sportdirektor Peter Niemeyer dieses Mal frühzeitig Nägel mit Köpfen machen.
Durchgesetzt gegen die Konkurrenz
Le Parisien berichtet, dass Bremen kurz vor der Verpflichtung von Kenny Quetant steht. Der 19-Jährige spielt aktuell noch bei Ligue 1-Klub AC Le Havre, kann im Sommer aber ablösefrei wechseln, da sein Vertrag ausläuft. Das Interesse von Bremen kam dabei bereits am Dienstag ans Licht
(90min berichtete).
Bei Werder soll Quetant einen Vertrag über vier Jahre, inklusive Option auf ein weiteres Jahr unterschreiben. Der Medizincheck ist dabei bereits für Donnerstag angesetzt. Beim Werben um den 19-Jährigen stachen die Grün-Weißen dabei unter anderem den SC Freiburg aus.
Traumduo mit Musah?
In Le Havre ist man unterdessen sauer über den Abgang. Laut Le Parisien sollen die Himmelblau-Dunkelblauen Quetant einen der höchst dotierten ersten Profiverträge der Vereinsgeschichte vorgelegt haben. Doch der Stürmer blieb hart und wird jetzt in Deutschland seine nächsten Schritte im Profifußball gehen.
Bei den Grün-Weißen ergänzt Quetant die Sturmabteilung rund um Keke Topp und Salim Musah. Während Topp mit einem Kreuzbandriss allerdings noch länger ausfällt, ist gerade die Kombination mit Musah spannend: Beide sind in einem ähnlichen Alter, verfügen über ähnlich viel Potenzial und ergänzen sich in der Theorie auch in ihren Spielstilen.
Man darf also gespannt sein, in welcher Form Trainer Daniel Thioune die beiden jungen Stürmer einsetzten wird.
