Bericht: Überraschende Kehrtwende bei Joao Palhinha
Von Fabian Küpper

Es war eine echte Transfersaga, ehe der FC Bayern endlich Joao Palhinha verpflichtete. 51 Millionen Euro war der Portugiese dem deutschen Rekordmeister wert, für den man unter anderem die Chance auf PSG-Star Joao Neves verstreichen ließ.
Ausgezahlt hat sich der Wechsel nicht. Palhinha konnte sich nie einen echten Stammplatz erarbeiten und passte nicht zum Fußball, den der neue Trainer Vincent Kompany spielen ließ. Und so folgte im letzten Sommer die Trennung. Den Portugiesen zog es leihweise zu den Tottenham Hotspur, wobei sich die Spurs eine Kaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro sichern konnten.
Bisher war der allgemeine Konsens, dass Tottenham diesen Passus auf jeden Fall ziehen wird – zu überzeugend war Palhinhas Start bei den Spurs. Doch mittlerweile gibt es Zweifel.
Kehrtwende bei Palhinha
Das britische Portal TalkSPORT berichtet, dass sich eine Kehrtwende in der Personalie anbahnt. Die Londoner seien sich mittlerweile nicht mehr sicher, ob sie den robusten Sechser in der nächsten Saison noch benötigen. Seit dem 13. Spieltag ging seine Einsatzzeit konstant zurück, seitdem absolvierte er nur noch eins von möglichen neun Spielen über die kompletten 90 Minuten.
Andre Gray und Rodrigo Bentancur haben Palhinha den Rang abgelaufen. Dem 30-Jährigen wird jetzt das zum Verhängnis, was schon für das Aus bei Bayern sorgte: Sowohl Gray als auch Bentancur sind deutlich spielstärker als der Portugiese.
Und so deutet mittlerweile vieles darauf hin, dass Palhinha im Sommer den Flieger zurück nach München buchen muss und nicht in London bleibt. Schließlich gibt es bei Tottenham genug andere Problemzonen, für die man die 30 Millionen besser einsetzen könnte.
Rückschlag für Bayern
Für Bayern ist diese Kehrtwende extrem bitter. Schließlich hatten in München schon alle mehr oder weniger fest mit einem dauerhaften Wechsel Palhinhas und somit auch mit frischem Transferbudget gerechnet.
Durch die neue Situation werden Max Eberl und Christoph Freund umplanen müssen. Denn Palhinha wird auch im Falle einer Rückkehr vermutlich keine Chance auf regelmäßige Einsatzzeiten haben. So wie es aktuell aussieht, muss für ihn im Sommer erneut ein neuer Arbeitgeber gefunden werden – diesmal aber dauerhaft.
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