Zwei Spielzeiten hat Maximilian Beier im Trikot von Borussia Dortmund hinter sich. Der BVB hatte im Sommer 2024 28,5 Millionen Euro Ablöse an die TSG Hoffenheim für den mittlerweile zehnfachen Nationalspieler gezahlt.
Bei der TSG, wo Beier seit der U17 spielte, hatte er ein Jahr nach einer Leihe zu Hannover 96 in die 2. Liga, 23/24 den Durchbruch zum Shootingstar geschafft. In 33 Bundesliga-Spielen schoss Beier 16 Tore und legte dreimal auf.
Allzweckwaffe Beier
Beier agierte in Hoffenheim dabei hauptsächlich als Stürmer in einer Doppelspitze, kam gelegentlich aber auch auf dem linken Flügel zum Einsatz. In Dortmund wurde sein Aufgabenbereich seither noch mehr erweitert. Mittelstürmer, hängende Spitze, Links- und Rechtsaußen oder sogar Schienenspieler – Beier hat in Schwarzgelb zahlreiche Position gespielt.
Mit acht und neun Bundesliga-Toren in seinen beiden BVB-Saisons war die Ausbeute noch nicht ganz so hoch wie erhofft. Beiers Wert fürs Team kann aber nicht allein durch Zahlen bemessen werden, wie auch Trainer Niko Kovac auf der Asienreise betonte.
"Er ist ein Spieler, der sein eigenes Ich in den Hintergrund stellt. Er möchte der Mannschaft helfen. Und er hat bewiesen, dass er sowohl vorne als auch außen agieren kann. Er hat zehn Tore erzielt – das ist nicht wenig für einen Spieler, der auf mehreren Positionen gespielt hat", lobte Kovac sein "Schweizer Taschenmesser".
Beier spielt am liebsten vorne
Beier selbst gibt sich bei der Positionsfrage gelassen, machte aber auch seine Lieblingsrolle deutlich: "Ich habe das Glück, dass ich mehrere Positionen spielen kann. Ich spiele auch gerne links hinten oder rechts. Aber Ich bin seitdem ich denken kann immer vorne gewesen – da fühle ich mich am wohlsten."
Am besten aufgehoben ist der geradlinige, dynamische und laufstarke Spielertyp wohl in einer Doppelspitze – so wie bei seinem Durchbruch in Hoffenheim. Im BVB-System gibt es aber eher nur einen Mittelstürmer und zwei Offensivkräfte in den Halbräumen dahinter. Von diesen wird auch viel kreativer Input gebraucht, was Beiers Stärken nicht unbedingt entspricht.
Beier fest als offensiver Schienenspieler eingeplant
Aus dieser Sicht erscheint es nicht unlogisch, dass die Dortmunder Verantwortlichen eine wichtige Entscheidung getroffen haben sollen. Wie die Ruhr Nachrichten berichten sei intern längst die Entscheidung gefallen, dass Beier künftig als dauerhafte Schienen-Lösung eingeplant werden soll. Dort soll Beier auch im Test gegen den FC Tokyo auflaufen.
Kovac will der RN zufolge auf Beier als "offensive Schienenlösung" bauen. Und hier vor allem auf der linken Seite, wo Dauerläufer Daniel Svensson im letzten Drittel häufig die Durchschlagskraft abhanden kommt.
Während auf der rechten Schiene Julian Ryerson gesetzt ist und vergangene Saison auch offensiv mit 15 Bundesliga-Assists glänzte, fehlt links eine entsprechende Svensson-Alternative im Kader. Diese Stelle scheint nun mit Beier besetzt zu werden. In vielen Bundesliga-Spielen, wenn die Gegener gegen den BVB im tiefen Block verteidigen, dürfte das tatsächlich eine smarte Option sein.
