Für den FC Bayern dürfte es im Halbfinal-Hinspiel der Champions League doppelt bitter gewesen sein, dass Khvicha Kvaratskhelia beim spektakulären 5:4-Sieg von PSG über die Münchner zweimal traf. Schließlich hätte der deutsche Rekordmeister den Flügelstürmer selbst gerne in den eigenen Reihen gehabt.
2023 kam heraus, dass der heute 25-Jährige im Alter von 17 Jahren ein einwöchiges Probetraining beim FCB absolviert hatte. Beide Seiten sollen damals sogar an einem Transfer interessiert gewesen sein. Weil die Bayern aber eine Verpflichtung nicht forcierten, kam der Deal nicht zustande. Stattdessen ging es für Kvaratskhelia nach Stationen in der Heimat Georgien und Russland im Sommer 2022 zur SSC Neapel.
Dort gewann er den Scudetto und bekam den Spitznamen Kvaradona, in Anlehnung an Napolis berühmtesten Spieler Diego Maradona. Im Januar 2025 folgte der Wechsel für 80 Millionen Euro zu PSG, wo Kvaratskhelia direkt die Champions League gewann. Mittlerweile beläuft sich sein geschätzter Marktwert auf 90 Millionen Euro.
Tornike erinnert an Khvicha
Die Bayern hatten also eine große Transfer-Chance verpasst. Dennoch könnte bald ein Kvaratskhelia über die bayerischen Flügel wirbeln. Denn wie der georgische Ableger der Gazzetta dello Sport, La Gazzetta Georgia, berichtet, soll es rund um das Halbfinal-Rückspiel am Mittwochabend (21 Uhr) Gespräche zwischen den Bayern-Verantwortlichen und der Seite von Kvaratskhelias jüngerem Bruder Tornike geben.
Der 16-Jährige ist wie sein älterer Bruder ein Linksaußen und beidfüßig stark. Seit Anfang des Jahres spielt er für Dinamo Tiflis, wo er Anfang Mai erstmals bei den Profis im Spieltagskader stand, allerdings nicht zum Einsatz kam. Für Georgien war Tornike Kvaratskhelia schon sechsmal für die U17-Nationalmannschaft am Ball, drei Junioren-Länderspiele für die U16 kommen hinzu.
Einen sofortigen Transfer nach München kann es aber nicht geben. Als Nicht-EU-Ausländer ist ein Wechsel nach Deutschland erst mit 18 Jahren möglich. Allerdings könnten die Bayern bereits eine Vereinbarung mit Tornike Kvaratskhelia treffen, damit er 2028 in München aufschlagen wird.
