Bericht: Spannungen zwischen Kwasniok und El Mala
Von Fabian Küpper

Said El Mala ist eine der Geschichten dieser Saison. Vor der Saison aus der 3. Liga gekommen, benötigte der Flügelstürmer keine Anlaufzeit und schwang sich in Windeseile zum wichtigsten Offensivspieler des 1. FC Köln auf.
Doch obwohl er der Spieler mit der mit Abstand größten Qualität im Angriff der Domstädter ist, pendelt er immer wieder zwischen Startelf und Ersatzbank. Auch deshalb soll das Verhältnis zwischen dem Shootingstar und dem Trainer angespannt sein, schreibt die Sport Bild.
Kwasnioks Widersprüche
Ein weiterer Grund seien Kwasnioks widersprüchliche Aussagen bezüglich des Aufstiegs von El Mala. Erklärte er im Oktober noch, er wolle und könne "den Hype nicht kleinhalten", sagte er im Januar, dass es "natürlich nicht hilft, wenn ein Hype so immens wird".
Zudem sollen El Mala weitere Aussagen seines Trainers sauer aufstoßen. Ihm und seiner Familie habe nicht gefallen, dass Kwasniok ihn nach dem 0:1 gegen Union Berlin durch die Blume als "Künstler" bezeichnete und suggerierte, er sei sich für die "Drecksarbeit" in Form von Defensivarbeit zu schade. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er in den Jugend-Nationalmannschaften und seinen Ex-Klubs nämlich genau das Gegenteil vermittelt bekommen.
Öffentlich am Pranger – zu unrecht?
Gleichzeitig verstärkt sich immer mehr das Gefühl, dass Kwasniok es leichter fällt, El Malas Namen zu nennen, wenn es darum geht, öffentlich Kritik zu üben. Das war auch gegen RB Leipzig der Fall. "Wir hatten durch Said zwei klare Einschuss-Gelegenheiten, die wir nicht machen", sagte der 44-Jährige dort. Angesprochen auf die unglückliche Figur Marvin Schwäbes vor dem 0:1, umschiffte er eine klare Kritik hingegen und verwies auf die Mannschaftsbesprechung am nächsten Tag.
Es sind solche Aktionen und weitere Kleinigkeiten, wie das erste große Interview El Malas, das er mit einem Zwischenruf crashte, die für dieses angespannte Verhältnis sorgen. Und das kann der Effzeh in der aktuellen sportlichen Situation überhaupt nicht gebrauchen.
Und im Sommer könnte es dann auch aufgrund der unterkühlten Beziehung zu einem frühzeitigen Wechsel El Malas kommen. An Interessenten mangelt es nicht, insbesondere Brighton & Hove Albion baggert weiterhin heftig am 19-Jährigen und seinem Bruder Malek. Und El Mala machte auch bereits klar, sich einem Sommerwechsel zum Klub von Trainer Fabian Hürzeler gut vorstellen zu können.
Eigentlich wollte der Flügelstürmer auch noch in der kommenden Saison für die Domstädter auflaufen – immer vorausgesetzt, der Klassenerhalt gelingt. Das schwierige Verhältnis zu Kwasniok könnte nun dafür sorgen, dass er schon früher seinen Hut nimmt.
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