Es war eine turbulente Woche für Nico Schlotterbeck. Zunächst überstrahlte wieder einmal seine Vertragssituation bei Borussia Dortmund alles, dann fuhr er mit den Schwarz-Gelben einen späten – und glücklichen – 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart ein.
Dennoch bleibt der Poker um die Zukunft vom 26-Jährigen das beherrschende Thema rund um den Borsigplatz. Seit Monaten ziehen sich die Verhandlungen, die kürzlich durch den Abschied von Sportdirektor Sebastian Kehl zusätzlich erschwert wurden.
Dessen Nachfolger Ole Book traf sich in der letzten Woche mit Schlotterbeck, um die Gespräche wieder aufzunehmen. Dabei scheinen sich laut der Bild vor allem zwei Faktoren herauszukristallisieren, an denen eine erfolgreiche Verlängerung hängt.
Keine Alternativen?
Zum einen ist aus dem Markt zu hören, dass keiner der Konkurrenten vom BVB derzeit erst macht bezüglich einer Schlotterbeck-Verpflichtung. Liverpool und Manchester United haben ihn laut der Bild zwar auf der Liste, planen allerdings aktuell keinen Vorstoß – bei den Reds fokussiert man sich eher auf die Verlängerung von Ibrahima Konaté (90min berichtete).
Letztendlich könnte Schlotterbeck also vor allem aufgrund von Alternativlosigkeit in Dortmund verlängern – eine Annahme, die sich schon seit mehreren Wochen im Vereinsumfeld hält.
Fans als X-Faktor?
Der zweite Knackpunkt sind die Fans. Schlotterbeck hat durch seine Hinhalte-Taktik enorm viel Kredit bei den Fans verspielt bzw. droht ihn zu verspielen. Und genau das will er eigentlich nicht, die Bindung zu den Anhängern ist ihm sehr wichtig. Gegen Stuttgart war er nach dem Abpfiff sichtlich bemüht, das Verhältnis zu kitten, trat dabei auch als Animateur für seine Teamkollegen in Erscheinung.
Klar ist: In den kommenden Wochen wird eine Entscheidung stattfinden (müssen). Auch der BVB braucht Planungssicherheit bezüglich des Transferfensters im Sommer. Es bleibt also spannend, ob die beiden Faktoren also wirklich entscheidend für eine Verlängerung sein werden oder ob es nur eine Taktik von Schlotterbeck ist, um wieder etwas Ruhe in die Angelegenheit zu bringen.
