Für Alexander Nübel wird sein letztes Spiel für den VfB Stuttgart in vielerlei Hinsicht zu einem ganz besonderen. Im DFB-Pokalfinale trifft der 29-Jährige auf den FC Bayern, zu dem er im Sommer zurückkehren wird - allerdings nur vorerst.
Denn eine Zukunft hat er beim Rekordmeister nicht. Spätestens mit der Vertragsverlängerung von Manuel Neuer, der noch ein weiteres Jahr dranhängt, ist für Nübel kein Platz im Bayern-Kader. Während Jonas Urbig auf seinem Weg zur künftigen Nummer eins den nächsten Schritt machen soll und Sven Ulreich der dritte Keeper bleibt, muss sich der Noch-VfB-Schlussmann also einen neuen Verein suchen.
"Er hat wieder eine sehr gute Saison gespielt, aber wir haben einen Austausch mit seinem Management gehabt und er weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind. Wir gehen mit den Tormännern, die wir jetzt haben, in die neue Saison", verkündete FCB-Sportdirektor Christoph Freund kürzlich.
Da Nübel in München noch Vertrag bis 2030 hat, werden die Verantwortlichen eine Ablösesumme für den Nationaltorwart einfordern. Laut Sky Sport liegt diese im Bereich zwischen zehn und 15 Millionen Euro.
Findet der FC Bayern überhaupt einen Nübel-Abnehmer?
Noch sollen allerdings keine Interessenten an die Bayern herangetreten sein. Überhaupt dürfte es zum Problem werden, einen zahlungskräftigen Abnehmer zu finden. Denn neben der Ablöse muss der neue Klub auch Nübels Gehalt übernehmen. In München verdient dieser stolze zwölf Millionen Euro Brutto pro Jahr.
Der VfB, so viel ist sicher, wird nicht ins Rennen einsteigen. Zwar war Nübel dort in den vergangenen drei Jahren ein verlässlicher Stammtorwart, doch die Zukunft gehört in Stuttgart dem hauseigenen Talent Dennis Seimen. Ab Sommer soll der 20-Jährige, der noch bis Saisonende an den SC Paderborn ausgeliehen ist, seine Chance erhalten.
Bleibt also abzuwarten, wo Nübel in der kommenden Spielzeit zwischen den Pfosten stehen wird. Klar ist bislang nur, dass dies nicht beim kommenden Pokalsieger sein wird.
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