Bericht: So fest sitzt Polanski in Gladbach noch im Sattel

Der Druck auf Eugen Polanski bei Borussia Mönchengladbach wird immer größer.
Eugen Polanski durchlebt mit Borussia Mönchengladbach aktuell erneut eine Krise
Eugen Polanski durchlebt mit Borussia Mönchengladbach aktuell erneut eine Krise / Rene Nijhuis/MB Media/GettyImages
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Von dem guten Zwischenspurt, der Borussia Mönchengladbach zwischenzeitlich auf Platz zwölf und ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle spülte, ist nicht mehr viel zu sehen. Stattdessen sind die Fohlen wieder im Abstiegskampf angekommen.

Seit sechs Spielen wartet die Borussia mittlerweile auf einen Sieg, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch drei Punkte. Und wenn man ehrlich ist: Es würde noch düsterer aussehen, wenn die Mannschaften hinter Gladbach, wie Werder Bremen und der FC St. Pauli, nicht auch regelmäßig patzen würden.

Nur, auf Dauer kann sich Gladbach nicht auf gegnerische Niederlagen verlassen. Das weiß auch Eugen Polanski, der nach der 0:3-Pleite gegen Eintracht Frankfurt sogar die Qualitätsfrage stellte. Schließlich schaffte es Gladbach, trotz 20 Schüssen, sich nur zwei klare Chancen herauszuspielen – deutlich zu wenig.

Zu eindimensionale Offensive?

Man konnte es deshalb am Samstag auch erstmals Knirschen hören zwischen Polanski und Sportdirektor Rouven Schröder. Doch mit der Qualitätsansage hat der Trainer gleichzeitig auch den Druck auf sich selbst erhöht.

Denn spielerische Weiterentwicklung vermisst man bei den Gladbachern. Die Fohlen bleiben zu leicht ausrechenbar, im Angriff scheint das einzige Mittel zu sein, Stürmer Haris Tabakovic mit Flanken von Franck Honorat zu füttern. Sehr eindimensional – und vor allem leicht zu durchschauen.

"Haris ist jetzt nicht der Stürmer-Typ, der den Bällen krass entgegenkommt", gibt auch Polanski selbst zu. Aber anstatt dann einen weiteren Kreativposten auf die linke Seite zu stellen, wie zum Beispiel die jungen und vielversprechenden Wael Mohya oder Hugo Bolin, kommt Polanski auch nicht in den Sinn.

Wie sicher ist Polanskis Stuhl?

Stattdessen besetzten gegen Frankfurt Rocco Reitz und Kevin Stöger die offensiven Halbräume hinter Tabakovic und Honorat – mit überschaubarem Erfolg. Die nicht aufgehenden taktischen Kniffe setzen Polanski dabei weiter unter Druck.

Laut der Bild sitzt Polanski trotzdem weiterhin fest im Sattel, das Spiel am Sonntag gegen den SC Freiburg ist noch kein Endspiel für den 39-Jährigen. Allerdings kann er sich auch nicht mehr allzu viele Ausrutscher leisten – sonst sind seine Tage am Niederrhein bald gezählt.


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