Bericht: Gladbach-Reservist könnte nach Mainz flüchten
Von Leonard Schmidt

Aktuell darf man in Mainz zumindest vorübergehend wieder an eine Besserung glauben. Zwar holte man in den vergangenen fünf Partien nur einen Sieg, blieb dabei jedoch ohne Niederlage. Unter dem neuen Chefcoach Urs Fischer sind die Rheinhessen noch ungeschlagen - allerdings auch noch ohne Sieg. Zuletzt bei Union Berlin verspielte der FSV eine 2:0-Führung.
Damit steht man weiterhin mit nur neun Punkten auf dem letzten Platz der Bundesliga. Gerade mit Blick auf die zweite Saisonhälfte will man nun mit schnellen Lösungen für eine Verbesserung sorgen.
Dabei könnte für Fischer laut kicker ein alter Bekannter in den Fokus rücken. Marvin Friedrich war unter dem Schweizer bei den Eisernen der Abwehrchef. In Gladbach stand der Verteidiger zuletzt aber nicht mal mehr im Kader. Der Rotunier könnte in Mainz wieder eine größere Rolle spielen und für den FSV zur Sofortverstärkung werden.
Innenverteidigung als Baustelle
Sportdirektor Niko Bungert machte nach dem jüngsten Remis in Berlin deutlich, dass es vor allem abseits der Offensive noch Bewegung geben könnte. Besonders die Innenverteidigung gilt seit Wochen als sensible Zone im Mainzer Kader.
Genau deshalb wäre der ehemalige Unioner Friedrich eine passende Lösung für diese Baustelle. Der noch bis zum Sommer in Gladbach unter Vertrag stehende Innenverteidiger spielt bei seinem aktuellen Klub nur eine untergeordnete Rolle. Mit bislang lediglich 126 Einsatzminuten wäre ein Tapetenwechsel daher auch aus Spielersicht naheliegend.
Das größte Problem bleibt dabei jedoch die aktuelle Tabellenlage der 05er. Da bei Friedrichs auslaufendem Vertrag eine Leihe keine Option ist, wäre für Mainz nur eine feste Verpflichtung möglich. Für den Verteidiger bestünde dabei allerdings das Risiko, im Abstiegsfall in die zweite Liga zu rutschen. Entsprechend denkbar wäre ein Modell mit Ligaklausel: Sollte Mainz absteigen, wäre Friedrich erneut frei, im Falle des Klassenerhalts würde sich der Vertrag automatisch verlängern.
Klar ist: Mainz sucht keine langfristige Wette, sondern eine sofortige Verstärkung. Friedrich würde genau dieses Profil erfüllen. Ob es am Ende tatsächlich zur Rückkehr unter Fischer kommt, oder Mainz eine andere Personalie als Soforthilfe sieht, wird sich spätestens bis Anfang Februar entscheiden.
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