Auf der Suche nach offensiver Verstärkung ist der 1. FC Kaiserslautern fündig geworden und bedient sich dabei bei der TSG 1899 Hoffenheim. Nach Informationen von Sky Sport absolviert Erencan Yardımcı als designierter Neuzugang für das Sturmzentrum bereits am heutigen Freitag seinen Medizincheck in der Pfalz.
Um den Transfer über die Bühne zu bringen, haben sich die Vereinsverantwortlichen auf ein kreatives, aber überaus kostspieliges Transfermodell verständigt. Der 24-jährige Angreifer wechselt zunächst auf Leihbasis an den Betzenberg, wofür eine Leihgebühr in Höhe von 500.000 Euro fällig wird. Der Clou an der Vereinbarung ist jedoch die verankerte Kaufpflicht. Sobald die Bedingungen hierfür erfüllt sind, müssen die Lauterer satte fünf Millionen Euro an den Bundesliga-Klub überweisen.
Wachablösung nach 23 Jahren: Lincoln verliert seinen Thron

Mit dem Greifen dieser Kaufpflicht nimmt der Transfer historische Ausmaße für den Traditionsverein an. Seit der Saison 2001/2002 hielt der Brasilianer Lincoln, der damals für vier Millionen Euro von Atletico Mineiro verpflichtet wurde, den unangefochtenen Status als teuerster Einkauf der Vereinsgeschichte. Nun wird diese 23 Jahre alte Bestmarke von dem türkischen Mittelstürmer pulverisiert. Auffällig: Yardımcı ist nach Mergim Berisha, Torhüter Yannick Onohiol und Abwehrtalent Kelven Frees bereits der vierte Spieler innerhalb dieses Kalenderjahres, der von Hoffenheim zum FCK wechselt.
Zweitliga-Erfahrung und ein denkwürdiger Platzverweis
Auf dem Rasen soll der 1,88 Meter große Stürmer die Lücke schließen, die durch den monatelangen Ausfall von Ivan Prtajin entstanden ist. Der Kroate fällt nach einem Achillessehnenriss im vergangenen Januar noch immer aus.
Die 2. Bundesliga ist für den neuen Hoffnungsträger derweil kein Neuland. In der abgelaufenen Spielzeit ging Yardımcı als Leihspieler für den Ligarivalen Eintracht Braunschweig auf Torejagd. Für die Niedersachsen absolvierte er wettbewerbsübergreifend 32 Partien und erzielte dabei fünf Treffer – zwei davon bezeichnenderweise ausgerechnet gegen seinen künftigen Arbeitgeber aus Kaiserslautern.
Allerdings sorgte der ehemalige türkische U21-Nationalspieler nicht nur sportlich für Aufsehen: Im hitzigen Niedersachsenderby gegen Hannover 96 im Oktober 2025 flog er nach einer Tätlichkeit in Form eines Würgegriffs bereits in der 20. Minute mit der Roten Karte vom Platz. Nun will er seine unbestrittene Qualität diszipliniert für die Roten Teufel auf den Rasen bringen.
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