Bericht: Effzeh-Flop droht Vertragsauflösung
Von Franz Krafczyk

Am vergangenen Samstag reiste der 1. FC Köln ersatzgeschwächt zum ersten Spiel des Jahres nach Heidenheim. Beim 2:2 an der Ostalb fehlten mit Timo Hübers, Rav van den Berg, Joel Schmied, Dominique Heintz und Luca Kilian gleich fünf Innenverteidiger. Doch obwohl Cenk Özkacar eine der wenigen verbliebenen Optionen fürs Abwehrzentrum war, saß der Sommerzugang mal wieder 90 Minuten lang auf der Bank.
Anstatt auf Özkacar zu setzen, gab Trainer Lukas Kwasniok sogar Winter-Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey den Vorzug, obwohl der junge Engländer eigentlich langsam an die Mannschaft herangeführt werden sollte. Ein klares Signal an den Türken, der noch bis Sommer (mit Kaufoption) vom FC Valencia ausgeliehen ist.
Nun wirft die Bild in den Raum, dass die Leihe von Özkacar nach fünf Monaten schon wieder abgebrochen werden könnte. Der 25-Jährige gilt als Missverständnis, sammelte in der Bundesliga erst acht Einsätze (vier von Beginn an) und stand zwei weitere Male im DFB-Pokal auf dem Platz.
Da im Winter noch ein Innenverteidiger verpflichtet werden soll und mit Joel Schmied (Muskelverletzung), Dominique Heintz (Muskelfaserriss) und Rav van den Berg (fehlt noch ein Spiel gesperrt) drei potenzielle Stammkräfte in Kürze zurückkehren, dürfte Özkacar in naher Zukunft gar nicht mehr benötigt werden. Somit wäre eine Vertragsauflösung mit dem neunfachen Nationalspieler der Türkei wohl der beste Ausweg für alle Beteiligten.
Letzte Chance gegen die Bayern?
Eine letzte Chance könnte sich für Özkacar aber zwangsläufig im nächsten Spiel ergeben. Beim Heimspiel gegen den FC Bayern am Mittwoch (20:30 Uhr) wird nun auch noch Eric Martel fehlen, der in der Hinrunde häufig in der Innenverteidigung aushalf, sich in Heidenheim aber seine fünfte Gelbe Karte abholte.
Bleibt abzuwarten, ob Özkacar gegen die Münchner wieder starten darf - oder ob Kwasniok doch wieder eine andere Lösung findet, um den nächsten Abwehr-Ausfall zu kompensieren.
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