Bergamo sorgt für großen Fan-Ärger beim BVB
Von Yannik Möller

Es bedarf wohl keiner magischen Glaskugel um vorherzusagen, dass Borussia Dortmund in den Playoff-Duellen der Champions League gegen Atalanta Bergamo den Support der Fans gut gebrauchen kann. Ein umso größerer Fokus liegt bereits auf dem Rückspiel, das nächste Woche Mittwoch in Italien stattfinden wird.
Etwa 1.300 Tickets hat der BVB für mögliche Auswärtsfahrer gemäß der UEFA-Vorgaben seitens Atalanta gestellt bekommen. Trotzdem zeichnet sich schon jetzt potenzieller Ärger ab: Einige Fans von Schwarz-Gelb könnten trotz eines gültigen Tickets den Stadionzugang verwehrt bekommen, wie die Ruhr Nachrichten berichten.
Richtlinie aus Bergamo könnte hunderten Fans den Stadion-Zutritt verwehren
Eine Vorgabe der Stadt Bergamo lautet: BVB-Fans, die nicht in Deutschland geboren sind oder keinen Wohnsitz in Deutschland haben, sollen keine Tickets kaufen und somit auch nicht ins Stadion können.
Dortmund muss dementsprechend mit einer Vorgabe umgehen, die zum einen schon andere deutsche Klubs getroffen hat, die in Italien ein internationales Spiel austragen mussten und die zum anderen offenbar darauf fußt, dass Atalanta wegen einer Freundschaft zwischen BVB-Ultras und Fan-Gruppierungen von Catania Calcio nicht möchte, dass Catania-Anhänger in den Gästeblock kommen.
Doch geht das Problem über diese Vorgabe an sich hinaus - und betrifft auch das Timing. Denn: Diese Vorgabe wurde erst nach der Personalisierung der Auswärtstickets ausgegeben. Dementsprechend könnten sich bereits nicht-deutsche BVB-Anhänger (oder solche ohne Wohnsitz in Deutschland) mit Tickets versorgt haben, die dann aber trotzdem nicht ins Stadion kommen.
Der BVB hat sich aber schon an Atalanta und auch an die UEFA gewandt. In einem Statement der Fanabteilung heißt es: "Diese Entscheidung stellt aus unserer Sicht eine nicht hinnehmbare Diskriminierung dar. Sie widerspricht den fundamentalen Prinzipien der UEFA, die eine Benachteiligung von Fußballfans aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit oder Herkunft ausdrücklich untersagen." Es bleibt abzuwarten, ob und wie dieses Problem angegangen werden kann.
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