Trotz Einigung: Berater verrät, wer Klopps Wechsel zum HSV scheitern ließ

Jürgen Klopp wäre beinahe beim HSV gelandet
Jürgen Klopp wäre beinahe beim HSV gelandet
Jürgen Klopp wäre beinahe beim HSV gelandet / RONNY HARTMANN/GettyImages
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Der Hamburger SV hat in den letzten Jahren etliche Namen auf der Trainerbank gehabt. Seit dem Aus von Frank Pagelsdorf im Jahr 2001 gab es außer Kurt Jara, Thomas Doll und Tim Walter keinen einzigen Trainer, der sich länger als zwei Jahre bei den Rothosen hielt. Im Gegenteil: Die allermeisten hielten höchstens ein Jahr durch.

Dabei hätte alles anders kommen können, denn im Sommer 2008 stand der HSV kurz davor, Jürgen Klopp für sich zu gewinnen. Der galt damals als heißes Eisen im Trainergeschäft und hatte sich gerade erst dazu entschieden, Mainz 05 zu verlassen und den nächsten Schritt seiner Trainerlaufbahn zu gehen.

Klopps Berater Marc Kosicke enthüllte im Gespräch mit Transfermarkt nun, dass man sich damals mit den HSV-Vorständen Bernd Hoffmann und Katja Kraus einig war. "Wir hatten alles durchverhandelt, Ulla [Klopps Frau] hatte sich im Internet schon Immobilien angeschaut. Es fehlte nur die Zusage des Sportvorstands Didi Beiersdorfer", verriet Kosicke.

Beiersdorfer brachte Klopp-Deal zum Scheitern

Doch Beiersdorfer war es, der den sicher geglaubten Deal zum Platzen brachte. "Es gab eine Telefonkonferenz mit Beiersdorfer, Kraus, Hoffmann, Jürgen und mir", führte Kosicke aus. "Didi fragte Jürgen, ob er meine, in einem hanseatischen Umfeld mit Kloppo angesprochen werden zu können? Jürgen sagte dann: 'Die Leute nennen dich hier Didi und du fragst mich, ob Kloppo okay sei?' Sein bester Spruch war: 'Du warst über Jahrzehnte der schlechtfrisierteste Fußballer, den ich kannte, und willst von mir, dass ich nicht mehr so genannt werde und mich rasieren muss?'"

Daraufhin habe Klopp zu Kosicke gemeint, dass man den Deal an dieser Stelle beenden könne. "Wir hatten das Gefühl, dass Gründe gesucht wurden, weshalb Jürgen das mit dem HSV nicht machen sollte", so der Berater.

Statt nach Hamburg, ging es für Klopp in jenem Sommer schließlich zum BVB. The rest is history, wie der Engländer sagen würde.

Die Rothosen verpflichteten stattdessen übrigens Martin Jol, der sich jedoch nur eine Saison auf der Bank hielt. Auch dessen Nachfolger Bruno Labbadia, Armin Veh und Michael Oenning waren nicht wirklich erfolgreicher.


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