Samuel Mbangula galt im vergangenen Sommer als einer der großen Hoffnungsträger bei Werder Bremen. Für rund zehn Millionen Euro wechselte der Belgier von Juventus Turin an die Weser und sollte mit seinem Tempo sowie seiner Dribbelstärke die Bremer Offensive auf ein neues Level heben.
Nach einem starken Start mit sechs Scorern in den ersten zehn Spielen folgte jedoch der deutliche Leistungsabfall. In den anschließenden 16 Bundesliga-Partien gelang dem Offensivspieler lediglich noch eine weitere Torvorlage. Im Bild-Interview hat sich nun erstmals sein Berater Grace Diamouangana öffentlich zur schwierigen Saison des 22-Jährigen geäußert.
Berater erklärt schwierige Umstände
"Wenn wir seine Saison bewerten, muss man zugeben, dass sie sehr gut begann, aber letztendlich durch unzureichendes Management gebremst wurde", erklärte Diamouangana. Vor allem der Systemwechsel habe Mbangula Probleme bereitet.
Der Flügelspieler sei laut seines Beraters zu häufig auf Positionen eingesetzt worden, die nicht optimal zu seinem Spielstil passen würden. Die Folge sei große Frustration gewesen.
Gleichzeitig betonte Diamouangana jedoch auch, dass Mbangula körperlich nicht optimal vorbereitet in die Saison gegangen sei. "Man muss bedenken, dass er zu Saisonbeginn nicht einmal 50 Prozent seiner körperlichen Leistungsfähigkeit erreicht hatte", erklärte der Berater.
Durch die Klub-WM mit Juventus habe der Belgier große Teile der Vorbereitung verpasst, dennoch habe er zunächst starke Leistungen gezeigt.
Verbleib in Bremen - mit Hintertür
Trotz der schwierigen ersten Saison liegt der Fokus von Samuel Mbangula aktuell weiterhin klar auf Werder Bremen. "Die Erwartungen sind klar: Es soll eine bessere Saison werden", stellte Berater Grace Diamouangana deutlich klar.
Ein Sommer-Wechsel ist dennoch nicht komplett ausgeschlossen. Bereits im Januar sollen mehrere Vereine Interesse am Belgier signalisiert haben. "Sollte ein Verein auf uns zukommen, bei dem das Angebot sowohl für Werder als auch für Samuel attraktiv ist, würden wir uns zusammensetzen", erklärte Diamouangana.
Gleichzeitig machte der Berater jedoch deutlich, dass Mbangula seine Geschichte in Bremen noch längst nicht als beendet ansieht: Der 22-Jährige habe bei Werder "noch einiges zu erledigen."
